Die niederländische Anti-Doping-Agentur NADA geht in die Berufung beim nationalen Sport-Schiedsgericht, nachdem das Institut für Sportrecht den 3000-m-Hindernis-Europarekordler Simon Vroemen vom Doping-Vorwurf freigesprochen hat.

Laut NADA habe das Gericht den Freispruch bei falscher Wertung von Fakten getroffen. Es gebe kein Verschulden des Kölner Labors, das sich bei der Analyse und Behandlung der Proben voll an die Regeln der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA gehalten habe.

Dies hatte auf "SID-Anfrage" auch Prof. Wilhelm Schänzer, Leiter des Instituts für Biochemie an der Deutschen Sporthochschule, versichert. Vroemen, der am 26. August 2005 in 8:04,95 Minuten in Brüssel Europarekord gelaufen war, war 2008 nach seiner Weltklassezeit von 8:12,50 Minuten in Cottbus in den Niederlanden positiv auf das anabole Steroid Metandienon getestet und vor Olympia in Peking gesperrt worden.

Der Mikrobiologe hatte zuletzt erklärt, die Probe sei positiv gewesen wegen eines Asthma-Mittels, dessen Einnahme ihm genehmigt worden sei.

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