Die umstrittene 800-m-Weltmeisterin Caster Semenya wird in Kürze auf die Laufbahn zurückkehren. Das erklärte am Donnerstag Südafrikas Sportminister Mike Stofile in Kapstadt zum Fall der 19-Jährigen, die sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale besitzen soll.

Die Athletin hat nach bisher nicht offiziellen Informationen eine Therapie hinter sich, die die Zahl ihrer männlichen Hormone offenbar drastisch gesenkt hat.

Stofile sagte in Fortsetzung eines früheren drastischen Kommentars: "Wir hatten in diesem Fall den dritten Weltkrieg ausgerufen und haben ihn zu 99 Prozent gewonnen. Es fehlt nur noch die offizielle Erklärung, dass Caster in die Arena zurückkehrt."

Semenya hatte schon vor Wochen angekündigt, sie wolle am 24. Juni ihr Comeback im spanischen Saragossa feiern. Dürfte sie dort starten und wäre erfolgreich, könnte sie in das derzeit 57-köpfige Aufgebot ihres Landes für die Afrika-Meisterschaften vom 28. Juli bis 1. August in Kenias Hauptstadt Nairobi nachrücken.

Vor sechs Tagen hatte Lamine Diack, Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAf, beim Auftakt der neuen Diamond League am Freitag in Doha/Katar das baldige Ende der Untersuchungen angekündigt. Er ließ dabei aber offen, wie die Entscheidung ausfallen wird.

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