Der am Montag vom DLV nicht für die EM in Barcelona (27. Juli bis 1. August) benannte Zehnkämpfer Pacal Behrenbruch will das Startrecht vor Gericht einklagen. Dies erklärte der 25-Jährige der LG Frankfurt am Montag.

"Ich habe in Götzis mit 8.069 Punkten die EM-Norm erfüllt und will in Barcelona starten. Der Verband meint, er wolle nur das Beste, wenn er mich vom Start abhält, aber außer mir weiß keiner, was mein Körper kann. Ich fühle mich fit, das hat mir heute ein hervorragender Test gezeigt. Prof. Heinz Lohrer bescheinigt mir die Fitness, auch wenn DLV-Verbandsarzt Helmut Schreiber anderer Meinung ist", meinte Behrenbruch.

Der WM-Sechste hatte sich Ende Mai in Götzis beim 100-m-Lauf einen Anriss der Plantarsehne zugezogen, konnte den Zehnkampf dennoch zu Ende bringen und die Norm schaffen.

Danach war er vom DLV vorbehaltlich eines späteren Leistungsnachweises nominiert worden. Diesen bestand er in den Augen des DLV am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften nicht.

Mit dem Speer schaffte Behrenbruch nicht die geforderten 63,50 m, über 110 m Hürden wurde er wegen Fehlstarts disqualifiziert.

Schon in Braunschweig hatte Behrenbruch erklärt: "Ich verlange vom DLV, dass er mich nominiert. Ein Fehlstart kann passieren, beim Warmmachen war ich sehr gut drauf."

Pascal Behrenbruch absolvierte am Montag noch einen Test: "Ich habe den Diskus über 51 Meter geworfen, bin mit verkürztem Anlauf über sieben Meter gesprungen und bin mit Wut im Bauch statt der üblichen 37 Sekunden über 300 m bombastische 34,8 gelaufen."

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