Eintracht Frankfurt trauert um Bernhard Nermerich. Der ehemalige Spitzen-Leichtathlet verstarb am 14. Juli im Alter von 71 Jahren. Mit 22 gewonnenen deutschen Meistertiteln im Gehen war er der erfolgreichste Sportler des Vereins.

Nermerich startete bei drei Europameisterschaften und den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko. Mit einer fragwürdigen Disqualifikation nur sieben Kilometer vor dem Ziel wurde er um einen Medaillenplatz gebracht.

1972 wurde er ebenfalls vom Pech verfolgt: Drei Monate vor den Olympischen Spielen stellte er noch eine Weltjahresbestzeit über die Distanz von 50 km auf, verpasste die Spiele in München dann aber wegen einer Verletzung.

Auch nach seiner aktiven Karriere blieb Bernhard Nermerich, der vom Verein Anfang diesen Jahres für die 50-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde, seiner Eintracht stets verbunden.

In Kelkheim im Taunus betrieb er ein Taxiunternehmen. In den 1990er Jahren wurde er zu "Frankfurts freundlichstem Taxifahrer" gewählt, und in den vergangenen Jahren sorgte er mit seinem "Weihnachtshaus" immer wieder für Schlagzeilen.

Jedes Jahr in der Weihnachtszeit schmückte Nermerich gemeinsam mit seiner Frau Michaela das Häuschen in Kelkheim mit 88.888 Glühbirnen, einer Vielzahl von Weihnachtsmännern, Schafen und Nikoläusen.

Tausende Besucher bestaunten das Weihnachtshaus und spendeten für einen guten Zweck. Fast 30.000 Euro sammelten die Nermerichs auf diese Weise für karitative Zwecke. An Ostern verwandelten die Nermerichs ihr Domizil regelmäßig in ein "Osterhaus".

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