Am Tag vor dem 100-m-Finale der Frauen haben sich die Medaillenchancen für Verena Sailer deutlich verbessert. Die Mannheimerin könnte am Donnerstag bei der Leichtathletik-EM in Barcelona für eine Überraschung sorgen. S

ogar Gold scheint nicht ausgeschlossen für die 24-Jährige. Holt sie eine Medaille, wäre es auf dieser Distanz die zweite seit der Vereinigung nach Melanie Paschkes Bronze 1994 in Helsinki.

Während Verena Sailer im Vorlauf trotz 1,5 m Gegenwind in 11,27 Sekunden Schnellste der gesamten Disziplin war, scheiterten zwei der vier Rivalinnen, die in diesem Jahr mit besseren Zeiten in der Rangliste standen. Eine Läuferin, die wie die Belgierin Kim Gevaert 2006 in Göteborg 11,06 sprinten kann, ist in Barcelona nicht in Sicht.

Im ersten Vorlauf blieb die Weißrussin Alena Neumiarsitzkaja auf der Strecke, die in 11,05 die Europarangliste anführt. Dann schied die in 11,22 verzeichnete Russin Julia Katsura in schwachen 11,57 als Fünfte aus. Drei weitere Läuferinnen mit Zeiten unter 11,27 waren erst garnicht am Start.

"Mal sehen, was noch möglich ist. Bei einem Rennen mit Rückenwind geht es sicher noch um einiges schneller", meinte die 24-jährige Sportmanagement-Studentin, die in diesem Jahr nur bei den deutschen Meisterschaften in 11,23 schneller war als im Barcelona-Vorlauf. Ihre Bestleistung aus dem Vorjahr steht bei 11,18.

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