Der Trainer von 800-m-Weltmeisterin Caster Semenya hat vor ihrem Start beim Internationalen Stadionfest (Istaf) am 22. August in Berlin vor allzu hohen Erwartungen gewarnt.

"Es wird nicht einfach sein, sie wettbewerbsfähig zu machen", sagte Michael Seme knapp drei Wochen vor der Rückkehr Semenyas an die Stätte ihres WM-Triumphs vor genau einem Jahr.

Während einer schier endlosen Diskussion um ihr Geschlecht musste die 19-Jährige eine elfmonatige Zwangspause einlegen und erhielt vom Internationalen Leichtathletik-Verband IAAF erst am 6. Juli wieder eine Starterlaubnis. "Nach so einer langen Zeit ist es für jeden Athleten schwierig, wieder in Form zu kommen. Es ist beinahe so wie ein Neubeginn", sagte ihr Coach der südafrikanischen Tageszeitung "Cape Times".

Im Juli war die Südafrikanerin Semenya in Finnland bei zwei eher unbedeutenden Rennen über 800 m an den Start gegangen und blieb dabei neun bzw. sieben Sekunden über ihrer Berliner WM-Siegerzeit von 1:55,45 Minuten. Semenyas großes Saisonziel sind die Commonwealth-Spiele im Oktober in Neu Delhi/Indien. "Nach elf wirklich harten Monaten, in denen ich vieles mitmachen musste, freue ich mich, wieder auf die Rennstrecke gehen zu können", sagte die Mittelstreckenläuferin.

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