Die Wildcard für Hürden-Olympiasieger Liu Xiang für die Asienspiele in Guangzhou (12. bis 27. November) hat in China die Kritiker auf den Plan gerufen.

"Das ist ein Verbrechen an den anderen Athleten. Wo bleibt der Geist des Fairplay? Während sie sich gegen harte Konkurrenz behaupten müssen, muss Liu nicht einmal die kleinste Anstrengung unternehmen", monierte die Pekinger Zeitung "China Youth Daily" die Freistellung Lius von den nationalen Ausscheidungswettkämpfen.

Chinas Leichtathletik-Verband CAA rechtfertigte die Maßnahme unter anderem mit den bisherigen Olympia-Ergebnissen Lius und anderer chinesischer Sportler. "Wir wollen, dass die Besten in Guangzhou auch in bester Form sind. In Lius Fall wollten wir seine Vorbereitung nicht stören, sodass er sich in Ruhe auf den Gewinn seines dritten Titels hintereinander bei Asienspielen konzentrieren kann", hieß es in einer Stellungnahme des Verbandes.

Liu hatte sich nach seiner Achillessehnen-Verletzung, die unter anderem seine Olympia-Teilnahme 2008 in Peking verhinderte, einer Operation unterziehen und danach lange pausieren müssen. Seitdem hat der 27-Jährige erst sechs Rennen bestritten.

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