Trotz seines drastischen Sparkurses verzeichnet der Leichtathletik-Weltverband IAAF 2010 eine Finanzierungslücke von 9,6 Millionen Dollar.

Um diese Summe muss die IAAF laut sportintern ihre Rücklagen reduzieren.

Im ursprünglichen Etat von November 2009 hatte zwischen den erwarteten Einnahmen (41,4 Mio.) und Ausgaben (57,01) sogar eine Lücke von 15,5 Millionen geklafft.

Die Einnahmen erhöhten sich dann leicht auf 43,19 Mio., die Ausgaben wurden auf 52,856 Mio. begrenzt. Am stärksten wurde gespart in der Verwaltung am IAAF-Sitz in Monte Carlo (1,6 Mio.) und in der Entwicklungshilfe (0,6).

IAAF-Präsident Lamine Diack (Senegal) hatte nach der Councilsitzung am Wochenende in der ukrainischen Hauptstadt Kiew erklärt, man habe die Finanzprobleme auch durch die Präsenz eines neuen Titelsponsors für die Diamond League im Griff.

Er versicherte: "Bis 2015 verfügen wir über mindestens 50 Millionen Dollar an Reserven."

Der neue Hauptsponsor für die Diamond League hat die Situation laut Diack verbessert: "Wenn Samsung den Zweijahresvertrag mit einer Option für 2013 noch verlängert, haben wir über drei Jahre 10 Millionen Dollar zur Verfügung" meinte Diack.

Im März hatte Diack Berichte zurückgewiesen, die IAAF stehe vor dem Bankrott. Damals verwies Diack noch auf 71 Millionen Dollar Rücklagen und kündigte an, man wolle in den nächsten drei Jahren in den Etats insgesamt rund 20 Millionen Dollar sparen, allein im laufenden Jahr vier Millionen.

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