800-m-Weltmeisterin Caster Semenya kehrt am Wochenende auf die ganz große Leichtathletik-Bühne zurück.

Die 19-jährige Südafrikanerin, die wegen der ungeklärten Frage ihres Geschlechts nach dem Gewinn des WM-Titels in Berlin eine fast einjährige Pause einlegen musste, wird am Freitag beim Diamond-League-Meeting in Brüssel an den Start gehen. Die belgische Hauptstadt ist die 14. und letzte Station der neu eingeführten Wettkampf-Serie.

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatte Anfang Juli entschieden, dass Semenya weiter als Frau starten darf. Seitdem nahm die Südafrikanerin an drei Wettkämpfen teil und gewann alle Rennen.

"Ich habe die Wettkämpfe wirklich vermisst. Ich habe weiter trainiert, aber es hat genervt, zu Hause bleiben zu müssen und keine Rennen laufen zu können", sagte Semenya, die am Mittwoch in das südafrikanische Aufgebot für die Commonwealth Games (3. bis 14. Oktober) in Neu-Delhi berufen worden war.

Von ihrer Bestform ist Semenya vor dem Start in Brüssel noch weit entfernt, beim Istaf in Berlin blieb sie zum ersten Mal nach ihrem Comeback unter zwei Minuten (1:59,90). Weltmeisterin war sie im Vorjahr an gleicher Stätte in 1:55,45 Minuten geworden.

Die Weltrekordmarke der Tschechin Jarmila Kratochvilova (1:53,28) ist derzeit noch in weiter Ferne, irgendwann will Semenya die Zeit aber knacken: `Im Moment ist das kein Thema, aber ich will den Weltrekord brechen. Wenn man hart trainiert und alles für seinen Sport tut, dann sollte das ein Ziel sein."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel