Zwei Jahre nach der sportlichen Tragödie von Peking hat sich der chinesische Hürdensprinter und Nationalheld Liu Xiang zurückgemeldet. Seinen Vorlauf über die 110-Meter-Hürden bei den Asien-Spielen in Guangzhou gewann Liu in 13,48 Sekunden.

Doch sowohl der erste Platz, als auch die Zeit waren im ersten bedeutenden Wettkampf seit seinem verletzungsbedingten Ausscheiden bei den Olympischen Spielen 2008 nur Nebensache.

Viele Chinesen hatten den 27-Jährigen bereits abgeschrieben. Nach seiner tränenreichen Aufgabe aufgrund einer Achillessehnenentzündung im Vorlauf in Peking, als eine ganze Nation in einen kollektiven Schockzustand fiel, will Liu wieder zurück in die Weltspitze. Und die Erleichterung über die souveräne Vorstellung war nicht nur den Zuschauern, sondern auch dem neben Basketballstar Yao Ming beliebtesten Sportler der Volksrepublik anzumerken.

Der Olympiasieger von 2004 war zuvor unter tosendem Applaus der Zuschauer im Aoti Stadion in Guangzhou empfangen worden. Bei seiner ersten Etappe auf dem Weg zum dritten Titel in Folge bei den Asien-Spielen ließ Liu alle Hürden stehen und nahm kurz vor der Ziellinie sogar ein wenig Tempo heraus.

Von seiner persönlichen Bestzeit von 12,88 Sekunden war er zwar noch deutlich entfernt, trotzdem war Liu insgesamt Vorlaufschnellster.

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