Die deutschen Leichtathleten haben fünf Wochen vor der Hallen-EM ein Ausrufezeichen gesetzt und bei der fünften Teilnahme erstmals den Länderkampf in Glasgow gewonnen.

Nach sechs Siegen, drei zweiten und zwei dritten Plätzen in 17 Konkurrenzen setzte sich die Auswahl des DLV vor Großbritannien und einer Commonwealth-Auswahl durch. Die USA wurden nur Vierter, Schweden Fünfter.

"Das war ein sehr schöner internationaler Saisoneinstieg dieser sehr jungen Mannschaft", sagte Bundestrainer Idriss Gonschinska. "Gerade dass wir die Briten geschlagen haben, ist bemerkenswert. Die investieren im Hinblick auf die Olympischen Spiele in London sehr viel in die Leichtathletik."

Überzeugen konnte vor allem Stabhochspringerin Lisa Ryzih (Ludwigshafen), die bei ihrem Sieg mit 4,55 m ihre Hallenbestleistung egalisierte.

Für die weiteren deutschen Erfolge sorgten über 200 Meter der Wattenscheider Sebastian Ernst (21,21 Sekunden) und die Leverkusenerin Cathleen Tschirch (23,86), über 400 Meter Thomas Schneider (Potsdam/47,02) und Wiebke Ullmann (Leverkusen/54,41) sowie im Weitsprung die deutsche Juniorenmeisterin Nadja Käther (6,58 Meter).

Neben Ryzih und Käther erreichte auch 800-Meter -Läuferin Jana Hartmann (Dortmund/2:02,48 Minuten) die Norm für die Europameisterschaften in Paris (4. bis 6. März).

"Wir wollen mit einer starken Mannschaft zur EM, da sind wir auf einem guten Weg", sagte Gonschinska.

Aus einem schwachen US-Team ragte David Oliver mit 7,51 Sekunden über 60 Meter Hürden heraus.

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