In der Kontroverse um eine Live-Übertragung von der Leichtathletik-WM in Daegu/Südkorea scheint eine schnelle Einigung zwichen dem Weltverband IAAF und den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF nicht ohne weiteres möglich.

"Wir sehen nicht ein, dass wir auf einem so herausragenden Markt wie Deutschland die Rechte verschenken sollen, während in anderen Ländern faire Preise bezahlt werden", sagte Helmut Digel, Council-Mitglied der IAAF.

Digel zufolge sind in den drei weiteren großen europäischen Märkten Frankreich, Großbritannien und Italien sogar leicht höhere Abschlüsse erzielt worden.

Laut Digel geht es dem Weltverband und seinem Rechtevermarkter IEC keinesfalls um Gewinn-Maximierung: "Wir wissen, dass die öffentlich-rechtlichen Sender Einsparungen von rund 20 Prozent tätigen müssen. Deshalb haben wir weit weniger als früher verlangt."

Laut Angaben des stellvertretenden IAAF-Generalsekretärs Nick Davies hätten sich IEC und IAAF mit 25 Prozent Einbußen zufrieden gegeben." Digel erklärte, dass der Weltverband bei neuen Verhandlungen zwischen IEC und ARD/ZDF helfend zur Seite stehen werde, mahnte aber zur Eile: "Es muss schnell eine Einigung gefunden werden, sonst ist es zu spät."

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