Spaniens Leichtathletik-Verband RFEA hat den früheren Cross-Europameister Alemayuh Bezabeh im Zuge der neuen Fuentes-Affäre überraschend freigesprochen.

Überraschend deshalb, weil der gebürtige Äthiopier im vergangenen Dezember bei der "Operacion Galgo" ("Operation Windhund") praktisch auf frischer Tat ertappt wurde.

Der 25-Jährige war mit einem Beutel voll Eigenblut bei Alberto Leon aufgegriffen worden, einem Gehilfen des Sportmediziners Eufemiano Fuentes - Leon hat inzwischen Selbstmord begangen.

Bezabeh behauptet öffentlich, dass ihm das Blut, nicht für eine illegale Transfusion zu Testzwecken entnommen wurde - soll laut Medienberichten aber gegenüber Verbandspräsident Jose Maria Odriozola geständig gewesen sein.

Der Verband sprach Bezabeh dennoch frei - aus "Mangel an Beweisen" und weil "die spanische Sportgesetzgebung einen schlichten Versuch des Dopings nicht als Vergehen betrachtet", wie es in spanischen Medien heißt.

Der RFEA hat den Freispruch nicht offiziell bestätigt oder dementiert, der Weltverband IAAF kann den Fall noch aufrollen.

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