Als Folge des spektakulären Falles um Südafrikas 800-m-Weltmeisterin Caster Semenya führt der Leichtathletik-Weltverband IAAF als erster internationaler Fachverband schon ab Mai 2011 neue Regeln hinsichtlich des Hyperandrogenismus bei Frauen ein.

Diese hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) vor einer Woche in London für das Jahr 2012 angekündigt. Die neue Regel soll Anfang Juli bei der 123. IOC-Session in Durban/Südafrika verabschiedet und für alle internationalen Fachverbände verbindlich werden.

Bei seiner Counciltagung in Daegu/Südkorea, vom 26. August bis 4. September Schauplatz der Leichtathletik-WM, verabschiedete die IAAF außerdem eine neue Regel, die Athletinnen nach Geschlechtsumwandlungen den Start in der Frauenklasse gestattet.

Die IAAF teilte mit, nach 18 Monate langen Untersuchungen durch eine Expertengruppe habe man in enger Zusammenarbeit mit dem IOC die künftig verbindliche Lösung für das Phänomen des Hyperandogenismus, bei dem es sich um eine exzessive Vermehrung von Testosteron im weiblichen Körper handelt.

Eine Athletin soll künftig nur dann in der Frauenklasse starten dürfen, wenn ihr Level an Androgenen unter dem der Männer oder in einem Bereich liegt, aus dem sie keinen Wettkampf-Vorteil ziehen kann.

Die Entscheidung über den Geschlechtsstatus soll nach Bekanntwerden eines Falles von einem internationalen Expertenteam getroffen werden. In jedem Fall soll die Athletin anonym bleiben und nicht wie im Fall Semenya weltweit öffentlich diskutiert werden.

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