Die ehemaligen griechischen Weltklasse-Sprinter Kostas Kenteris und Ekaterini Thanou sind von einem Gericht in Athen des Meineids für schuldig befunden und zu jeweils 31 Monaten Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Ihr damaliger Trainer Christos Tzekos bekam 33 Monate auf Bewährung.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Kenteris und Thanou am Tag vor der Eröffnung der Olympischen Spiele im August 2004 in Athen einen Motorradunfall vorgetäuscht hatten, um sich einer anstehenden Dopingkontrolle zu entziehen. Bei der Polizei war seinerzeit jedoch keine Unfallmeldung eingegangen, es meldeten sich auch keine Zeugen.

Die beiden Sprinter, die nach dem Zwischenfall nicht bei Olympia antraten, gehörten in Athen zum engsten Favoritenkreis. Kenteris hatte bei den Spielen 2000 in Sydney Gold über 200 m gewonnen, war 2001 Weltmeister und 2002 Europameister. Thanou war in Sydney über 100 m Zweite hinter der überführten Dopingsünderin Marion Jones (USA) und gewann 2002 den EM-Titel.

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