Athen-Olympiasieger Justin Gatlin (USA) hat beim Saisondebüt auf Puerto Rico mit der besten 100-m-Zeit seit der Dopingsperre aufgewartet.

Beim Leichtathletik-Meeting in Ponce verpasste der 29-Jährige in 10,06 Sekunden nur knapp den 100-m-Sieg. Gatlin, dem nach der Dopingaffäre 2006 der Weltrekord (9,77) aberkannt worden war, unterlag dem Jamaikaner Nickel Ashmeade um eine Hundertstelsekunde.

Gatlin, der nach der Rückkehr vergangene Saison im italienischen Rovereto schon wieder 10,09 gesprintet war, will nach seinem vierjährigen Doping-Bahn unter US-Trainerstar Brooks Johnson wieder in die absolute Weltspitze vorstoßen. Johnson hatte 2010 David Oliver zum weltbesten Hürdensprinter geformt.

Vor fünf Jahren war der 100- und 200-m-Weltmeister von 2005 positiv auf das männliche Sexualhormon Testosteron getestet und als Wiederholungstäter 2006 für acht Jahre gesperrt worden. Die spätere Halbierung der Strafe durch die US-Anti-Doping-Agentur Usada hatte der Internationale Sportgerichtshof CAS bestätigt.

Gatlin, der vorsätzliches Doping immer bestritten hat, wurde in Europa wegen seiner Sperren nur von wenigen Meeting-Veranstaltern eingeladen. Er hofft 2011 auf eine Aufhebung dieses Boykotts.

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