Gut zwei Monate vor den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Daegu (27. August bis 4. September) wird gegen Südkoreas Marathon-Cheftrainer Jeong Man-Hwa polizeilich ermittelt.

Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur "Yonhap" berichtet, soll der Coach seine Athleten seit April dazu gebracht haben, sich selbst verbotene Substanzen zu spritzen.

Ein Polizeioffizieller bestätigte der französischen Nachrichtenagentur "AFP", dass gegen den Coach ermittelt wird.

Die Polizei beschlagnahmte die medizinischen Unterlagen der Marathonläufer in einem Krankenhaus in Jecheon, wo die meisten von Jeongs Athleten behandelt wurden.

Unter den Sportlern ist auch Ji Young-Jun, der bei den Asienspielen im Vorjahr die Goldmedaille gewann.

Wie der südkoreanische Leichtathletikverband KAAF mitteilte, habe Jeong gegenüber KAAF-Präsident Oh Dong-Jin seine Unschuld beteuert. Der Verband geht von einer Verschwörung gegen seinen Marathon-Cheftrainer aus.

"Präsident Oh sagte, dass er nach der WM versuchen wird herauszufinden, wer die falschen Beschuldigungen erhoben hat und rechtliche Schritte gegen sie einleiten", sagte KAAF-Sprecher Seo Sang-Taek.

"Kein Athlet ist bei den jüngsten Wettkämpfen positiv getestet worden."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel