Mit der WM-Wildcard in der Tasche meidet Usain Bolt Jamaikas hungrige Jäger.

Der Sprintstar, der angesichts seiner wenig spektakulären Saisonbestzeit von 9,91 Sekunden derzeit auf der Karibikinsel fünf nahezu gleich starke 100-m-Rivalen hat, verzichtet am Wochenende auf den Start bei den nationalen Titelkämpfen der Leichtathleten in Kingston.

"Er ist nicht gemeldet, und es gibt keine Regel, die besagt, dass er starten muss", sagt Ludlow Watts, Präsident des jamaikanischen Verbandes.

Nach seinen Berliner WM-Triumphen hat Bolt automatisch Startrecht für die Titelkämpfe im südkoreanischen Daegu (24. August bis 4. September).

Jamaikas Superstar hatte 2009 seine Weltrekorde vom Olympia-Double über 100 und 200 m auf 9,58 und 19,19 Sekunden verbessert.

Bolt ist mit seinen 9,91 Sekunden aktuell nur Nummer fünf der Weltrangliste 2011, die der am Wochenende bei den US-Titelkämpfen in Eugene/Oregon nun doch über beide Sprintstrecken gemeldete Ex-Weltmeister Tyson Gay (9,79) anführt.

Schneller als Bolt war in der Heimat zwar lediglich Steve Mullings (9,80), doch vier andere rannten nur unwesentlich langsamer:

Nesta Carter (9,92), sein Weltrekordvorgänger Asafa Powell (9,93), Michael Frater (9,94) sowie die beiden erst 21 Jahre alten Yohan Blake (9,95) und Nickel Ashmeade (9,96).

Auf der 2011 noch nicht in den Mittelpunkt gerückten 200-m-Distanz ist Bolt, der sich auf den Start am 8. Juli beim Diamond League-Meeting in Paris vorbereitet, nach seinem Osloer Regen-Rennen in 19,86 Jahresweltbester vor Ashmeade (19,95).

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