Die kroatische Diskus-Europameisterin Sandra Perkovic wurde wegen Dopings sechs Monate gesperrt und fehlt bei der Leichtathletik-WM im südkoreanischen Daegu (27. August bis 4. September).

Das Startverbot der 21-Jährigen erstreckt sich deshalb nur auf den relativ kurzen Zeitraum, weil es sich bei dem verbotenen Mittel um ein Stimulans handelte.

Im Urin der Kroatin war bei den Diamond-League-Meetings im Mai in Rom und Shanghai Methylhexanamin gefunden worden.

Dieser Wirkstoff ist in so genannten Schlankmachern und Nahrungsergänzungsmitteln enthalten.

Laut Boris Stepinac, Vizepräsident von Perkovics Klub Zrinjevac Zagreb, wusste die von ihrem nationalen Verband gesperrte Athletin nicht, was sie einnahm.

Die Europameisterin wollte sich am Montag in einer Pressekonferenz zu den Vorwürfen äußern.

Perkovic hatte Anfang Juni mit der weltweit besten Diskusweite einer Frau seit zwölf Jahren auf sich aufmerksam gemacht.

Beim Meeting im heimischen Varazdin steigerte sie ihre persönliche Bestmarke um über zwei Meter auf 69,99 m. Diese Leistung wird wie die anderen Saisonresultate ab Mai aus den Ergebnislisten gestrichen.

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