Weitsprung-Weltrekordler Mike Powell hat sich für harte Strafen für Doper ausgesprochen.

"Ich denke, wenn man Dopingmittel einsetzt, sollte man lebenslang gesperrt werden", sagte der 47-jährige US-Amerikaner einer indischen Presseagentur bei einem Medientermin in Mumbai.

Dort wurden in der vergangenen Woche sechs indische Leichtathleten des Dopings überführt.

Als Botschafter des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF hält sich Powell zurzeit in Mumbai auf und verdeutlichte die Stellung der IAAF: "Es zeigt, dass wir dieses Thema ernst nehmen. Leichtathletik ist einer der wenigen Sportarten, die gewillt ist, ihre Stars fallen zu lassen.

"Wenn man versucht, etwas einzunehmen, nimmt man ein sehr, sehr großes Risiko auf sich. Leichtathletik ist die Speerspitze aller Sportarten der Welt, die sich um die Beseitigung der leistungsfördernden Mittel kümmern", so Powell weiter.

Powell hält seit 1991 den Weitsprung-Weltrekord mit 8,95 m. Bei den Weltmeisterschaften in Tokio übertraf der damals 28-Jährige die legendäre Bestmarke seines Landsmannes Bob Beamon (8,90 m) aus dem Jahr 1968.

Powell wurde nie mit Doping in Verbindung gebracht und erhielt bei der WM 2007 in Osaka die Fair-Play-Auszeichnung des Weltverbandes, die alle zwei Jahre an Athleten vergeben wird, die sich während und nach ihrer Karriere vorbildlich für die Leichtathletik eingesetzt haben.

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