Der deutsche Stabhochsprung-Rekordler Tim Lobinger (6,00 m) ist bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel mit dem Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis ausgezeichnet worden.

Der 38 Jahre alte Hallen-Weltmeister von 2003 und neunmalige deutsche Meister war wegen einer Oberschenkelverletzung in Kassel nicht am Start und fehlt somit auch bei der WM in Daegu (27. August bis 4. September).

Der Oldtimer der LG Stadtwerke München wurde als Träger des Wanderpreises Nachfolger des 2010 ausgezeichneten früheren 400-m-Europameisters Ingo Schultz.

Immer wurde Lobinger den Kriterien allerdings nicht gerecht, die angelegt werden bei jenen Athleten, die für die höchste DLV-Auszeichnung infrage kommen.

Etliche Male war der Vize-Europameister von 1998 und 2006, WM-Vierte von 1997 und Olympiasiebte von 1996 aus der Rolle gefallen.

So auch 2003 beim Meeting in Monte Carlo, wo Lobinger dem Publikum aus Ärger über eine Kampfrichter-Entscheidung sein nacktes Hinterteil gezeigt hatte.

Der Wanderpreis wird seit 1950 "an einen würdigen und verdienten Leichtathleten verliehen, der in Haltung und Leistung als Vorbild für die Jugend gelten kann".

Namensgeber ist der aus Dresden stammende und 1944 im Zweiten Weltkrieg gefallene Mittelstrecken-Weltrekordler Rudolf Harbig.

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