Ein böses Malheur hat 400-m-Hürdenläufer Georg Fleischhauer am Sonntag den Titel bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Kassel gekostet.

"Er darf nicht starten, die Regel bietet keine Chance hierfür", erklärte Guenther Lohre, Vizepräsident Leistungssport im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), in der Affäre um die rund 35 Minuten zu spät abgegebene Startkarte.

Dies könnte bis zur endgültigen Nominierung am 14. August dazu führen, dass über 400 m Hürden die WM-Teilnahme eines zweiten deutschen Läufers in Daegu/Südkorea (27. August bis 4. September) verhindert wird.

"Ich hoffe noch immer auf irgend eine Lösung durch die Jury. Aber die Chancen stehen nicht gut", hatte der 22 Jahre alte Sachse, der die bisher in 49,50 Sekunden knapp verpasste A-Norm für die WM (49,40) in Kassel nachholen wollte, am Vorabend gesagt.

Das Problem entstand, weil seine mit der Dresdener 4x100-m-Staffel beschäftigte Trainerin Erika Falz vergessen hatte, die Startkarte für den 400-m-Hürden-Vorlauf rechtzeitig abzugeben. Fleischhauer durfte zwar in Runde eins außer Konkurrenz laufen und war in 49,97 Schnellster von allen.

Doch er war nicht regelkonform für das Finale qualifiziert, in dem nur acht Läufer starten können.

"Leider gibt es keine neun Bahnen. Darum hat Georg Fleischhauer keinen Startplatz im Finale. So sind leider die Regeln. Wir haben alle Möglichkeiten ausgeschöpft", sagte Thomas Kurschilgen, Sportdirektor des DLV.

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