Die Frau mit den meisten WM-Medaillen fehlt endgültig in Daegu.

Merlene Ottey (51), die als 200-m-Weltmeisterin 1993 in Stuttgart und 1995 in Göteborg bei acht WM-Teilnahmen 14 Mal Edelmetall gewann, verpasste in Maribor/Slowenien mit der 4x100-m-Staffel ihrer Wahlheimat endgültig die letzte Chance zum Start beim Saisonhöhepunkt in Südkorea (27. August bis 4. September).

Mit Sloweniens Quartett lief die gebürtige Jamaikanerin statt der Norm von 44,00 nur 44,76 Sekunden.

Ottey, 2010 bei der EM in Barcelona als älteste Teilnehmerin aller Zeiten mit Sloweniens Staffel als Vorlauf-Siebte gescheitert, hatte 2008 in Peking ihr achtes Olympia verpasst, als sie die 100-m-Norm um 0,28 Sekunden verfehlte.

Seit ihrem Olympia-Bronze 1980 in Moskau gewann Ottey für Jamaika 29 internationale Medaillen. Bei fünf Olympischen Spielen holte sie dreimal Silber und sechsmal Bronze.

Bei sechs WM-Starts im Freien scheffelte sie 14-mal Edelmetall: Neben dem 200-m-Gold auch über 4x100 m (1991), viermal Silber und siebenmal Bronze.

Dazu kamen bei vier Hallen-WM-Starts sechs Medaillen: 1989 und 1991 Gold über 200 sowie 1995 über 100 m, 1987 zweimal Silber und einmal Bronze.

Ihre Bestzeit hatte Ottey 1996 in 10,74 Sekunden erzielt und ihre letzten Medaillen bei Olympia 2000 in Sydney gewonnen: Mit Jamaikas Staffel Silber über 4x100 m und Bronze über 100 m. Seit dem Wechsel nach Slowenien im Jahr 2004 gewann Merlene Ottey kein Edelmetall mehr.

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