Jamaikas Staffelweltmeister Steve Mullings droht nach einem positiven Dopingbefund bei der nationalen Qualifikation für die Leichtathletik-WM eine lebenslange Sperre.

Wie schon die A-Probe sei auch die B-Probe des im Juni vorgenommenen Tests positiv auf die maskierende Substanz Furosemid ausgefallen, sagte der 28-Jährige der Nachrichtenagentur "Reuters".

"Sie sagen, dass es in meinem Urin war", sagte der drittschnellste 100-m-Läufer der Saison. Bereits vor der Öffnung der B-Probe hatte Jamaikas Verband den Sprinter aus dem Aufgebot für die Titelkämpfe vom 27. August bis 4. September im südkoreanischen Daegu gestrichen.

Mullings, der seine persönliche Bestzeit über 100 m beim Diamond-League-Meeting am 4. Juni in Eugene/Oregon auf 9,80 gesteigert hatte, ist sich aber keiner Schuld bewusst. Er wisse nicht einmal, was Furosemid bewirke, sagte er.

"Die Menschen in meinem Umfeld wissen, dass ich keine Dopingmittel nehme. Aber wegen 2004 sieht es schlecht für mich aus", sagte er. Damals wurde Jamaikas Meister über 200 m zwei Jahre gesperrt, nachdem ihm Methyltestosteron nachgewiesen worden war. Als Wiederholungstäter droht ihm nun ein lebenslanger Bann.

Mullings hat 14 Tage Zeit, um einen Antrag auf eine Anhörung vor der jamaikanischen Anti-Doping Agentur JADCO zu stellen. Allerdings rechnet er sich wenig Chancen auf einen Freispruch aus.

"Was kann ich tun? Ich werde vor das Gremium treten und sagen, dass ich niemals Drogen genommen habe", sagte der Sprinter. Allerdings habe er keine Beweise dafür, dass es sich nur um Vitamine gehandelt habe.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel