Der Senegalese Lamine Diack ist am Mittwoch in einem Wahlmarathon mit Pannen als Präsident des Weltverbandes IAAF bestätigt worden.

Drei Tage vor dem WM-Auftakt in Daegu/Südkorea (27. August bis 4. September) wurden auch Robert Hersh (USA), Dahlan Al-Hamad (Katar), Sebastian Coe (Großbritannien), Cheforganisator von Olympia 2012 in London, sowie der bisherige Diack-Stellvertreter und Stabhochsprung-Weltrekordler Sergej Bubka (Ukraine) im zweiten Versuch als Vizepräsidenten bestätigt.

Der 78 Jahre alte Senegalese Diack, seit 1999 im Amt, hatte erneut keinen Gegenkandidaten.

Diack erhielt auf den Wahlzetteln 169 der 201 abgegebenen Stimmen, drei waren ungültig. In einem ersten Votum waren es 173 von 200 gewesen, doch das Wahlergebnis wurde wegen eines Defekts im elektronischen System annulliert.

Am Vorabend hatten Fernsehkameras Diack bei der Kongress-Eröffnung mindestens 30 Sekunden lang als schlafenden Präsidenten gezeigt. Der 78-Jährige war beim koreanischen Kulturprogramm eingenickt.

Ob Diack vier weitere Jahre in seiner Position bleibt, hängt vor allem davon ab, ob er 2012 in die Politik zurückkehrt und im Senegal für das Amt des Staatspräsidenten kandidiert.

Als Vize erhielt Robert Hersh mit 175 die meisten Stimmen, ihm folgten Al-Hamad mit 171, Sebastian Coe mit 169 und Sergej Bubka mit 159 Stimmen. Beim ersten Votum hatte Bubka (118) sensationell den Verbleib im Council verfehlt, doch wenig später wurde der Fehler in der Software deutlich.

An seiner Stelle scheiterte dann in der Abstimmung per Wahlzettel Abby Hoffman (Kanada/122).

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