1983 lief er in Köln Weltrekord über 1.500 m, nun sitzt er Gefängnis: Der frühere Leichtathletik-Star Sydney Maree verbüßt in Pretoria/Südafrika eine fünfjährige Haftstrafe wegen Betrugs.

Gegen das Urteil hat er laut "leichtathletik.de" Berufung eingelegt.

Der heute 55-Jährige hatte 1977 seine südafrikanische Heimat verlassen und nach einem Studium in den USA 1984 die neue Staatsbürgerschaft erhalten. Schon drei Jahre zuvor durfte er für die USA starten, so auch beim Kölner Weltrekordlauf in 3:31,24 am 28. August 1983.

Nach dem Karriereende 1991 war Maree nach Südafrika zurückgekehrt, wo er sich anscheinend als Leiter eines Investment-Unternehmens strafbar machte.

Nach seiner Verurteilung zu insgesamt zehn Jahren Haft, davon fünf zur Bewährung, zerbrach die Ehe mit der Amerikanerin Lisa Rhoden (fünf Kinder).

Seine Familie hat die Zustände in der Haftanstalt als unzumutbar kritisiert. Unter anderem müsse er wegen Überbelegung auf dem Fußboden schlafen. Anwälte kämpfen um Sydney Marees Freilassung. Er hat stets seine Unschuld beteuert.

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