Die Türkei ist weiter auf Einkaufstour unter Afrikas Leichtathletik-Assen: Auch Kenias Weltklasse-Hindernisläufer Patrick Langat hat die Nationalität gewechselt und ist seit 25. Januar für die Türkei startberechtigt.

Bei internationalen Meisterschaften kann der 23-Jährige, der sich künftig Tarik Langat Akdag nennt, laut Leichtathletik-Weltverband IAAF erst ab 21. Juni 2013 (und somit der WM in Moskau) für sein neues Land starten.

Langat war 2011 mit seiner Bestzeit von 8:08,59 Minuten Nummer 11 der Weltrangliste über 3000 m Hindernis und sah als achtbester Kenianer offenbar keine Chance auf den Start bei internationalen Meisterschaften für das ostafrikanische Läuferland.

2011 hatten drei Kenianer die türkische Staatsbürgerschaft erhalten. William Tanui, nun Ilham Tanui Özbilen, lief in Ninove/Belgien in 1:44,25 Minuten türkischen 800-m-Rekord. Die beiden anderen waren Kipkosgei Kemboi, mit 13:18,12 Minuten über 5000 m notiert, sowie Abraham Kiprotich Biwott. Auch sie wären im Fall der Qualifikation bei der WM 2013 für die Türkei startberechtigt.

Elvan Abeylegesse gewann bei Olympia 2008 in Peking für die Türkei 5000-m-Silber, Siebte wurde ihre ebenfalls aus Äthiopien stammende Teamkameradin Alemitu Bekele. Die gebürtige Karen Melis Mey gewann 2009 bei der WM in Berlin Weitsprung-Bronze für die Türkei.

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