Liu Xiang hat fünf Monate vor den Olympischen Spielen ein Ausrufezeichen gesetzt.

Der Olympiasieger von Athen 2004 gewann beim Hallenmeeting in Birmingham über 60 m Hürden das Duell mit Weltrekordler Dayron Robles (Kuba), stellte in 7,41 Sekunden einen Asien-Rekord auf und unterbot die Jahresweltbestzeit von Jarret Eaton (USA) um acht Hundertstel.

Robles, der 2008 in Peking Olympia-Gold geholt hatte, wurde in 7,50 Sekunden Zweiter.

"Dabei habe ich die ersten beiden Hürden nicht einmal erwischt. Es wartet noch viel Arbeit, aber ich bin gespannt, wie der Rest der Jahres läuft", sagte Liu.

Es war das erste Duell zwischen den beiden Rivalen seit der WM in Daegu Ende August. Damals war Robles disqualifiziert worden, weil er den späteren Vizeweltmeister Liu im Finale behindert hatte.

Ex-Weltrekordler Asafa Powell musste über 60 m eine Schlappe hinnehmen und wurde bei einem jamaikanischen Dreifach-Erfolg nur Dritter.

Den Sieg sicherte sich mit Landesrekord und Jahresweltbeszeit von 6,47 Sekunden Lerone Clarke vor Nesta Carter (6,49) und Powell (6,50), der sich immerhin mit einer persönlichen Bestzeit trösten durfte.

Im Hürdensprint der Frauen setzte sich die frühere Siebenkampf-Weltmeisterin Jessica Ennis (Großbritannien) mit 7,87 Sekunden überraschend an die Spitze der Weltrangliste.

Der Tübinger Mittelstreckler Arne Gabius wurde über zwei Meilen beim Sieg des Kenianers Eliud Kipchoge (8:07,39) in 8:10,78 Minuten Fünfter und pulverisierte über die in Deutschland praktisch nie gelaufene Distanz den 30 Jahre alten deutschen Rekord von Thomas Wessinghage (8:30,2).

Stabhochspringerin Kristina Gadschiew (Zweibrücken) wurde beim Sieg der Britin Holly Bleasdale (4,70) mit 4,41 m Vierte.

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