Hochspringerin Ariane Friedrich bricht die Saison ab.
"Sie wird am Sonntag in Eberstadt und auch beim ISTAF in Berlin nicht mehr springen. Es gibt ein paar kleinere körperliche Probleme, aber wir wollen auch, dass die ganze Hetze aufhört. Sie ist der Feind der Leistung", sagte Trainer und Manager Günter Eisinger.
Nach dem unglücklichen Scheitern bei Olympia in London hatte sich die 28-Jährige gründlich untersuchen lassen.
"Sie wurde ganz durchgecheckt. Dabei stellte sich heraus, dass es hier eine Entzündung, dort eine Reizung gibt. Das wollen wir ganz wegkriegen, fit ins Wintertraining einsteigen", sagt Eisinger hinsichtlich kleinerer Probleme mit Knie, Fuß und Schulter.
Eisinger sagt: "Vor London hatte Ariane den Spaß am Hochsprung fast verloren. Dort hat sie als eine der wenigen deutschen Athleten Saisonbestleistung geschafft, fast noch 1,96m übersprungen. Ariane hat dort stärker als zuvor gespürt, dass sie wieder zwei Meter springen kann. Sie war ganz sicher keine Olympiatouristin."
Die deutsche Rekordlerin (2,06 m) hatte nach dem Achillessehnenriss vom Dezember 2010 und nach dem Comeback im Winter 2012 nicht zur früheren Form zurückgefunden.
"Eineinhalb Jahre waren für eine solche Verletzung am Sprungfuß letztlich zu wenig. Ein Sehnenriss am Schwungbein wäre weniger problematisch gewesen", sagt Eisinger heute.
Anfang Juli war Ariane Friedrich trotz fehlender A-Norm (1,96 m) über die zweimal erreichte B-Norm (1,92) für Olympia nominiert worden und hatte dort mit 1,93 m knapp den Vorstoß ins Finale verpasst.
Während ihrer oft wettergeschädigten Jagd nach der Norm, nach der Nominierung und dem Scheitern bei Olympia war die 28-Jährige teilweise heftig kritisiert worden.
Eisinger: "Die Kritik war oft sehr unfair, es gab zu viel Hektik, das konnte nicht gut sein für die Leistung."

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