Weil es auf der Karibikinsel Curacao zu wenig Gefängniszellen gibt, könnte der niederländische Staffel-Europameister Brian Mariano ganz um eine Haftstrafe herumkommen.

Der wegen Drogenschmuggels verurteilte Sprinter verzichtet darum auf die beabsichtigte Berufung. Laut Managerin Caroline Feith will die Staatsanwaltschaft in Curacao den Leichtathleten vorläufig nicht zum Antritt seiner Haftstrafe aufzufordern.

Mariano war am Montag wegen Kokainschmuggels zu einem Jahr Gefängnis, davon sechs Monate auf Bewährung, verurteilt worden.

Da der Karibikstaat über zu wenige Gefängniszellen verfügt, werden Personen mit Gefängnisstrafen bis zu einem Jahr oft gar nicht oder viel später inhaftiert. Mariano betont weiterhin seine Unschuld.

Der niederländische Leichtathletikverband KNAU erklärte, vor einer Reaktion das schriftliche Urteil lesen zu wollen. Managerin Feith gab bekannt, daß Mariano seine sportliche Karriere fortsetze.

Sein Ziel sei die Teilnahme an der Leichtathletik-WM 2013 in Moskau. Auf die aktuelle Hallensaison verzichtet Mariano.