Die Veranstalter des Berlin-Marathons haben mit Entsetzen auf die Explosionen in Boston reagiert und eine Überprüfung des eigenen Sicherheitskonzeptes angekündigt.

"Wir stehen in ständigem Austausch mit den anderen Organisatoren und werden alles für die Sicherheit tun. Wir müssen das genau hinterfragen, aber 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht", sagte Organisationschef Jürgen Lock bei "Sky".

Lock war zum Zeitpunkt der Explosionen in Boston: "So etwas Schreckliches ist schwer zu beschreiben."

Berlin gehört mit Boston, London, Chicago, New York und Tokio zu den World Marathon Majors (WMM), den wichtigsten Marathonläufen der Welt. Ende September soll in Berlin die 40. Auflage stattfinden.

Berlins Renndirektor Mark Milde schloss vorschnelle Konsequenzen zum jetzigen Zeitpunkt aus.

"Dazu kann ich jetzt noch nicht viel sagen, wir müssen erst mal die genauen Hintergründe kenne. Ich habe am Dienstagmorgen schon mit der Polizei telefoniert, die das genauso sieht", sagte Milde der Tageszeitung "Die Welt":

"Natürlich werden wir die Lage aufmerksam verfolgen und eng mit den Behörden zusammenarbeiten und in Abstimmung mit ihnen Notfallpläne entwickeln. In diesem Jahr wird das Thema Sicherheit bestimmt noch präsenter sein, als es das vorher sowieso schon war."

Bei zwei Detonationen im Zielraum des ältesten Städtelaufs der Welt waren am Montagabend in Boston mindestens drei Personen getötet und über 100 Menschen verletzt worden.

Knapp 27.000 Läufer waren an den Start gegangen, über 500.000 Zuschauer standen an der Strecke.

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