Trotz der tödlichen Bombenanschläge bei der 117. Auflage des Boston-Marathon wollen die Organisatoren den ältesten Stadtlauf der Welt auch im kommenden Jahr durchführen.

"Wir setzen uns dafür ein, diese Tradition mit dem 118. Boston-Marathon in 2014 aufrechtzuerhalten", sagte Thomas Grilk, Chef der Boston Athletic Association, am Dienstag.

Die Organisation kooperiert bei der Aufklärung des Anschlages im Zielbereich des Marathons, bei dem am Montag drei Menschen ums Leben kamen und über 170 verletzt wurden, mit den Behörden, um den oder die Täter zu finden.

Daher könne man derzeit nur eingeschränkt Informationen an die Öffentlichkeit weitergeben. Noch immer gibt es keine heiße Spur zu den Attentätern.

Offiziell bekannt gegeben wurde inzwischen, dass es sich bei den drei Toten um den achtjährigen Martin Richard, die 29 Jahre alte Restaurant-Managerin Krystle Campbell und eine namentlich noch nicht genannte chinesische Studentin handelt.

Der Junge verfolgte mit seiner Mutter und der ebenfalls schwer verletzten Schwester den Lauf, an dem der Vater teilnahm.

Das Mädchen verlor ein Bein, die Ärzte müssen vielleicht auch das zweite amputieren. Die Mutter erlitt Gehirnverletzungen, ist aber nicht in Lebensgefahr.

Über 1000 Menschen gedachten der Opfer an einem Park in der Nähe des Hauses der Familie in Boston.

Die Stadt, so Grilk weiter, werde sich von den schockierenden Erlebnissen erholen:

"Boston ist stark. Boston ist unverwüstlich. Boston ist unser Zuhause. Und Boston hat uns in den vergangenen 24 Stunden sehr stolz gemacht."

8500 Freiwillige und 1000 medizinische Fachkräfte hatten bei der Veranstaltung geholfen.

Viele von ihnen hatten nach den zwei Explosionen dafür gesorgt, dass die Verwundeten schnellstmöglich medizinisch behandelt wurden.

26.000 Läufer waren an den Start gegangen, mehr als 500.000 Menschen hatten die Straßen von Boston gesäumt.

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