Die Verantwortlichen des Hamburg-Marathons gehen nach den Anschlägen von Boston ohne Furcht in die Mammut-Veransstaltung am Sonntag.

"Es gibt überhaupt keinen Grund Angst zu haben - im Gegenteil: Wir haben eine sehr gut aufgestellte Hamburger Polizei", sagte Innensenator Michael Neumann dem "SID": "Terroristen möchten Angst und Schrecken verbreiten. Das beste und klügste, was wir machen können, ist ihnen lachend die Freiheit entgegen zu halten. Das ist ein ganz starkes Zeichen für die Solidarität mit den Opfern in Boston."

Vor dem Rennen in der Hansestadt wird den drei Toten und rund 180 Verletzten mit einer Schweigeminute gedacht. Danach erklingt das Lied "Sweet Caroline" von Neil Diamond, die Hymne der Veranstaltung in Boston. Zudem werden die mehr als 15.000 Läufer mit gelb-grünen Armbändern an den Start gehen, die mit der Aufschrift "Run for Boston" bedruckt sind. Außerdem wurde ein Spendenkonto eingerichtet.

"Wir haben in den letzten Jahren schon einen sehr hohen Sicherheitsstandard gehabt, mit mehr als 400 Beamten im Einsatz", sagte Marathon-Veranstalter Frank Thaleiser dem SID. Eine genaue Zahl der Sicherheitskräfte wurde bei der Pressekonferenz am Freitag zwar nicht genannt.

Senator Neumann versicherte aber: "Es werden zu jedem Zeitpunkt mehr als ausreichend Polizisten und Feuerwehrleute im Einsatz sein."

Nach Angaben der Organisatoren habe es im Vorfeld lediglich acht Absagen von Läufern gegeben, die explizit die Vorkommnisse in Boston als Grund nannten.

"Ich persönlich habe nie an eine Absage des Hamburg-Marathons gedacht. Wir werden auch nichts am Programm ändern", sagte Geschäftsführer Thaleiser.

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