Mit "tierischen" Problemen schlägt sich der frühere deutsche Leichtathletik-Cheftrainer Jürgen Mallow in seiner neuen Funktion in Wien herum.

Aus Mangel an Sportstätten hoffen die Werfer des nun im österreichischen Verband für den Leistungssport verantwortlichen 67-Jährigen, eine Viehversteigerungshalle künftig für das Wintertraining nutzen zu können.

1500-m-Läufer Andreas Vojta, einer der vier Top-Leichtathleten Österreichs, klagt: "Es kann nicht sein, dass man wegen einer Katzenausstellung nicht in die Halle kann und zum Training in den Schnee raus muss."

Mallow, der 2009 als Sportdirektor den Deutschen Leichtathletik-Verband verließ und inzwischen Vizepräsident im österreichischen Verband ist, sagte bei der Präsentation des neuen Förderkonzeptes für Olympia 2016 in Rio de Janeiro: "Es gibt kein Land in Europa, in dem die Bedingungen für das Wintertraining so schlecht sind wie in Österreich."

Nur über die Errichtung von Sportstätten und die Aufstockung des Trainerstabs von bisher nur fünf Hauptamtlichen könnten realistische Zielvorstellungen erreicht werden.

Österreich, das in Hürdensprinterin Beate Schrott 2012 in London wenigstens eine Finalteilnehmerin in der Leichtathletik hatte, will bei den Sommerspielen in Brasilien mit zehn Athleten vertreten sein und die Ergebnisse deutlich verbessern.

Es sollen bis 2016 funktionierende Systeme an den Bundesleistungszentren in Wien/Südstadt und Linz, den Bundesstützpunkten in Dornbirn, Graz, Innsbruck und Salzburg sowie den Leistungszentren eingerichtet werden.

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