Diskus-Olympiasieger Robert Harting hat seine zweite Saison-Niederlage erlitten - diesmal in einem Weltklassefeld gegen den Magdeburger Olympiasechsten Martin Wierig.

18 Tage nachdem die Siegesserie des zweimaligen Weltmeisters nach 35 Erfolgen seit August 2010 gerissen war, reichten die 67,10 dem 28 Jahre alten Berliner nur zu Rang zwei. Wierig bezwang die Weltelite mit 67,46 m aus dem vorletzten Durchgang. Gut eine Stunde zuvor hatte Weltrekordlerin Betty Heidler mit 75,24 im Hammerwurf gesiegt.

"Robert hatte ein paar technische Probleme. Und ich bin super zufrieden. Ich habe alle geschlagen, die bei Olympia in London vor mir waren", sagte der Magdeburger (28), der seine Bestmarke von 2012 nur um 87 Zentimeter verfehlte.

"Ein Super-Wettkampf von Martin in einem dramatischen Duell der Weltbesten. Ich konnte mit meinen Technik-Problemen wenigstens noch Platz zwei retten", sagte Harting, dessen Serie nach 35 Siegen seit August 2010 am 8. Juni gerissen war. Der Berliner, der nun die zweite Niederlage erlitt, konnte im letzten Durchgang mit 67,10 nicht mehr kontern.

Diskus-Dritter wie bei Olympia wurde mit 66,98 Ehsan Hadadi (Iran), Vierter mit 66,97 m Sydney-Olympiasieger Gerd Kanter (Estland) und Fünfter in einem Zentimeter-Finale Piotr Malachowski (66,95). Der Pole hatte Harting am 8. Juni im niederländischen Hengelo mit Jahres-Weltbestweite von 71,84 m bezwungen.

Weltrekordlerin Betty Heidler verhinderte im letzten Durchgang ihre erste Saison-Niederlage und feierte den zehnten Sieg in Serie seit dem 19. August 2012.

Die lange zurückliegende Olympiadritte konnte ihre polnische Rivalin Anita Wlodarczyk noch kontern, gegen die sie am Wochenende auch bei der Team-EM im englischen Gateshead gesiegt hatte. Die Weltmeisterin von Berlin 2012 kam auf 74,98 m, Heidlers Klubkameradin Kathrin Klaas wurde Dritte mit 71,48 m.

Eine empfindliche Niederlage erlitt Hammerwerfer Markus Esser. Mit für ihn schwachen 73,83 m wurde der Leverkusener, der nach der Doping-Disqualifikation der Weißrussen Iwan Tichon (verlor Gold) und Wadim Dwjatowski (war Zweiter) nachträglich das WM-Silber von 2005 Helsinki erhält, nur Achter.

Mit starken 80,75 m gewann Ungarns Olympiasiegers Krisztian Pars (80,75) vor dem Tschechen Lukas Melich (80,16).

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