Stabhochspringer Björn Otto hebt drei Wochen nach den Leichtathletik-Weltmeisterschaften noch immer zu Höhenflügen ab. Der WM-Dritte gewann das Aachener Domspringen mit 5,80 m vor dem Wattenscheider Malte Mohr (5,73), der bei der WM in Moskau Fünfter geworden war.

Mohr zog sich im Wettkampf eine Prellung des linken Beckenknochens zu und musste seinen Start beim Diamond-League-Finale am Freitag in Brüssel absagen.

Im vergangenen Jahr war Björn Otto in Aachen mit 6,01 m deutschen Rekord gesprungen. Platz drei teilten sich Karsten Dilla (Leverkusen) und Ex-Weltmeister Guiseppe Gibilisco aus Italien mit jeweils übersprungenen 5,63 m.

"Aachen zu gewinnen war mir wichtig, es ist toll, am Ende der Saison noch einmal 5,80 gesprungen zu sein", sagte der Kölner Otto:

"Es war sogar noch etwas mehr drin, daher bin ich nicht zu hundert Prozent zufrieden. Aber immerhin bin ich den härtesten Stab des Jahres gesprungen." Bei der WM in Moskau hatte Otto hinter Weltmeister Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) und dem Franzosen Renaud Lavillenie mit 5,82 m Bronze gewonnen.

Holzdeppe wäre gerne in Aachen mitgesprungen, wegen einer Zerrung war der 23-Jährige allerdings zum Zuschauen gezwungen.

"Das war eine lange Saison, ich hatte fast jede Woche einen Wettkampf. Irgendwann macht der Körper das nicht mehr mit", sagte Holzdeppe, der noch immer die WM-Euphorie genießt. "Das Interesse ist auf jeden Fall gestiegen, ich muss viele Autogrammstunden geben", sagte Holzdeppe.

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