Die Polizei hat gegen den Störenfried beim Zieleinlauf des Berlin-Marathons ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs eingeleitet.

Der Mann, der offenbar eine Startnummer besaß, hatte den Zieleinlauf des Siegers und Weltrekordhalters Wilson Kipsang aus Kenia behindert und war vor dem Olympiadritten ins Ziel gelaufen.

Dabei hatte er auch das Zielband zerrissen. Er wollte für eine Internetseite mit erotischem Angebot werben.

Die Polizei nahm daraufhin die Personalien des Mannes auf und führte den Mann aus dem Veranstaltungsraum.

Die Organisatoren des Marathons ließen eine Anzeige am Sonntag zunächst offen.

"Das müssen wir sehen. Wir prüfen das", sagte Renndirektor Mark Milde: "Wir haben dem Mann Hausverbot erteilt und der Polizei übergeben."

Nach den tragischen Anschlägen beim diesjährigen Boston-Marathon mit drei Toten und mehr als 250 Verletzten waren die Sicherheitsbestimmungen in Berlin erhöht worden.

Erstmals wurde der Start- und Zielbereich rund um den Tiergarten eingezäunt. Zudem gab es an den Einlasspunkten Kontrollen.

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