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David Storl holte bei den Olympischen Spielen 2012 in London die Silbermedaille. © getty

Die deutschen Leichtathleten dürfen bei der Team-EM in Braunschweig vom ersten Gesamtsieg seit 2009 träumen.

Die Auswahl des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) feierte zum Auftakt drei Siege durch Kugelstoßer David Storl, 5000-m-Spezialist Arne Gabius und Weitspringer Christian Reif und liegt nach 21 von 40 Entscheidungen mit 195 Punkten vor Top-Favorit und Titelverteidiger Russland (192) in Führung.

Auf dem dritten Platz folgt Frankreich (161).

Zunächst schien der Gastgeber ins Hintertreffen geraten zu sein, doch am Abend nahmen die Kampfrichter nach einer Video-Analyse die Disqualifikation der deutschen 4x100m-Staffel der Frauen zurück.

Durch den sechsten Platz rutschte die DLV-Mannschaft mit sieben zusätzlichen Punkten an die Spitze.

Für die Verwirrung hatte der holprige Wechsel zwischen Tatjana Pinto und Verena Sailer gesorgt.

Bei kühlen Temperaturen und wechselnden Winden sorgte der zweimalige Weltmeister Storl für den ersten deutschen Triumph des Tages.

Der 23-Jährige wurde am Samstag seiner Favoritenstellung gerecht und siegte mit persönlicher Saisonbestweite von 21,20 m vor seinem polnischen Rivalen Tomasz Majewski (20,57).

Gabius zeigte eine starke Vorstellung und ließ unter dem lautstarken Jubel der Zuschauer in 13:55,89 Minuten den Spanier Jesus Espana (13:56,00) im Sprint hinter sich.

Reif (Rehlingen) gewann mit einem Sprung auf 8,13 m klar vor dem Briten Greg Rutherford (7,99).

Zweite Plätze erreichten Silvio Schirrmeister (Chemnitz) über 400 m Hürden, Diskuswerferin Shanice Craft (Mannheim), Homiyu Tesfaye (Frankfurt) über 1500 m, Antje Möldner-Schmidt (Cottbus) im 3000-m-Hindernislauf und Esther Cremer (Wattenscheid) über 400 m.

Im letzten Rennen des Tages reichte es auch für die 4x100m-Staffel zum zweiten Rang.

Schirrmeister musste sich in 49,80 Sekunden nur dem Russen Denis Kudrjawzew (49,38) geschlagen geben.

Craft, die die am Knie verletzte Nadine Müller ersetzte, landete mit 65,07 m hinter Melina Robert-Michon (Frankreich/65,51). Der WM-Fünfte Tesfaye (3:38,10 Minuten) wurde wenige Meter vor dem Ziel noch vom Tschechen Jakub Holusa (3:37,74) abgefangen.

Möldner-Schmidt (9:40,21) erreichte das Ziel hinter der Schwedin Charlotta Fougberg (3:35,92), Cremer hatte in 52,23 Sekunden nur die Russin Alena Tamkowa (51,72) vor sich.

Die Sprint-Staffel erreichte das Ziel in 38,88 Sekunden.

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