Paralympics-Sieger Markus Rehm hat grünes Licht für einen Start im Weitsprung bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm (25. - 27. Juli) bekommen.

Das teilten Dr. Karl Quade, Vizepräsident Leistungssport im Deutschen Behinderten-Sportverband, und Gerhard Janetzky, Inklusionsbeauftragter des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, am Mittwoch mit.

"Dies ist ein wichtiger Schritt, um von der Einzelfallbetrachtung, die immer rückwärts gerichtet ist, Rechtssicherheit und Fairplay für die Zukunft zu gewährleisten", erklärte Janetzky.

Rehm würde demnach unter Vorbehalt gewertet, da bisher noch nicht geklärt ist, ob mit einer Beinprothese die Gleichheit zu den anderen Sportlern sichergestellt ist.

"Wir freuen uns, wenn Markus Rehm bei der DM startet. Solange aber nicht geklärt ist, ob Prothesen einen Wettbewerbs-Vorteil bringen oder nicht, sollte die Wertung unter Vorbehalt vorgenommen werden", sagte Nils Winter, DLV-Athletensprecher und Weitsprung-Hallen-Europameister von 2009.

In Ulm wollen die Verantwortlichen erste Erkenntnisse sammeln, um in Zukunft in Zusammenarbeit eventuell mit den Prothesenherstellern für eine Chancengleichheit zu sorgen.

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