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Hatte sich für die WM in Rotterdam mehr vorgenommen: Michaela Baschin © getty

Der "Floh" aus Backnang ist nach dem Vorrunden-Aus enttäuscht. Robert Kopiske und Adrian Kulisch scheitern erwartungsgemäß.

Rotterdam - Dreifaches Aus in der Vorrunde: Die deutschen Judoka haben zum Auftakt der Weltmeisterschaft in Rotterdam einen glatten Fehlstart hingelegt.

Die Auswahl des Deutschen Judo-Bundes (DJB) setzt aber vor allem auf Olympiasieger Ole Bischof, der am Donnerstag seinen 30. Geburtstag feiert und am Freitag im Mittelgewicht bis 81 kg auf die Matte tritt.

"Ich bin sehr enttäuscht, dass ich die Erwartungen, die ich selbst in mich gesetzt hatte, nicht erfüllen konnte. Ich hatte mir viel mehr vorgenommen", sagte die mit Medaillenhoffnungen angetretene EM-Dritte Michaela Baschin.

Angeschlagen gegen die Weißrussin

Der "Floh" aus Backnang landete im Extraleichtgewicht zwar einen souveränen Auftaktsieg gegen Luz Adiela Alvarez (Kolumbien), war dann aber gegen Olga Leschanka (Weißrussland) chancenlos.

Allerdings plagte sich die Olympianeunte in den letzten Tagen mit einer Erkältung und war physisch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte.

Kopiske und Kulisch verlieren erwartungsgemäß

Bei den Männern waren Robert Kopiske (Potsdam/bis 60 kg) sowie Adrian Kulisch (Esslingen/bis 66 kg) von vornherein gegen Olympiasieger Choi Min-Ho (Südkorea) sowie den Olympiazweiten Benjamin Darbelet (Frankreich) krasse Außenseiter.

"Beide haben beherzt gekämpft, waren am Ende aber deutlich unterlegen. Das Normale ist eingetreten", schätzte Bundestrainer Detlef Ultsch ein.

Kopiske verletzte sich im Duell gegen Choi zudem am rechten Knie und erlitt vermutlich eine Außenband-Dehnung.

Kulisch hatte Möglichkeiten zum Sieg

Kulisch hielt seinen Kampf zumindest bis zur Hälfte offen. "Da war auch ein Sieg möglich, aber am Ende hat er sich das Zepter aus der Hand nehmen lassen und war einfach nicht mehr in der Lage, noch Akzente zu setzen", kritisierte Ultsch.

Am Donnerstag stehen in Rotterdam die Entscheidungen bei den Männer bis 73 kg und bei den Frauen bis 52 kg sowie bis 57 kg auf dem Programm.

Deutsche Starter sind Mario Schendel (Potsdam), Romy Tarangul (Frankfurt/Oder) und Marlen Hein (Prenzlau).

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