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Der Triathlet Jan Frodeno gewann bei Olympia 2008 Gold © getty

Beim Cluburlaub suchen 70 Sportler ihren Champion des Jahres. Fünf Finalisten winkt unter anderem ein lebenslanges Urlaubs-Abo.

Aus Dalaman berichtet Michael Spandern

Dalaman - Große Bühne für 70 deutsche Medaillengewinner:

Im Freiluft-Theater des mondänen Robinson Club Sarigerme Park wurden ihre Erfolge bei ihren jüngsten Welt- oder Europameisterschaften auf einer Videowand noch mal lebendig.

Am Ägäis-Meer im türkischen Dalaman machen die Ruhmreichen sieben Tage Urlaub. Und der Champion des Jahres, den die Sportler am Sonntag selbst küren, erhält drei dicke Extras:

Einen Traumurlaub nach Wahl, einen Kleinwagen und ein lebenslanges Abo auf diese Urlaubswoche, zu welcher der Robinson Club und die Stiftung Deutsche Sporthilfe jährlich einladen.

Noch fünf Bewerber im Rennen

Außer Biathlet Michael Greis und Eisschnellläuferin Claudia Pechstein waren denn auch alle bisherigen Wahlsieger gekommen:

Kanutin Birgit Fischer, Canadier-Fahrer Andreas Dittmer, Ringer Alexander Leipold, Ruderin Kathrin Boron, Schwimmer Mark Warnecke, Diskuswerferin Franka Dietzsch und Triathlet Jan Frodeno, der Vorjahres-Champion.

Moderator Heribert Faßbender hatte sein "Gutn Abend, allerseits" sogar auf Türkisch gelernt - "Iyi aksamlar" - und gab bekannt, welche fünf Athleten per Internet-Voting von ihren Kollegen in die Endausscheidung gehievt wurden.

Aussichtsreich ins Rennen geht Doppelweltmeister Paul Biedermann, dessen 200-m-Freistil-Triumph über Michael Phelps das Finale des Videozusammenschnitts bildete.

Sticheleien gegen den 1. FC Köln

Zudem nominiert sind die Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius, Beachvolleyball-Weltmeister Julius Brink, Kajak-Weltmeister Max Hoff und mit Siebenkämpferin Jennifer Oeser die einzige Silberne im Quintett.

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Nerius, die in Berlin mit 37 Jahren ihr erstes WM-Gold geholt hatte, erhielt den lautesten Applaus.

Hoff wiederum, der noch 2006 im Wildwasser Erfolge gefeiert hatte, sei "das Beste, was Köln zu bieten hat", behauptete Faßbender - eine seiner vielen Sticheleien gegen den 1. FC Köln, den "Mister Tagesschau" als Abstiegskandidaten handelt.

Klatten: "Fehler in der Vermarktung"

Bessere Aussichten stellt Sporthilfe-Chef Werner E. Klatten den deutschen Spitzensportlern in Aussicht.

Zwar hätten sie aufgrund der nicht beeindruckenden Fördermittel im Vergleich zu den angelsächsischen Ländern einen Wettbewerbsnachteil, führte der Vorstandsvorsitzende aus.

Doch er rief das Ziel aus, "unseren Beitrag deutlich zu steigern". Zudem könne die Stiftung wertvolle Dienstleistungen vermitteln, so Klatten.

Derzeit sieht er bei Vielen "Fehler im Management und in der Vermarktung der Athleten".

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