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Seit 2009 spielt Beachvolleyballer Julius Brink mit Jonas Reckermann zusammen © getty

Julius Brink nimmt es im Sand mit einem Champions-Sixpack auf. Von "Blackys" unbekannten Künsten lässt er sich nicht schocken.

Aus Dalaman berichtet Michael Spandern

Dalaman - Sportwetten sind ein unwägbares Geschäft. Zumindest für den Glücksspieler. Und erst recht, wenn der Wettanbieter auch Veranstalter ist.

Tröstlich ist da nur, wenn nicht allein der Wetter unter der Willkür des Zeremonienmeisters zu leiden hat, sondern auch der Sportler - so geschehen Julius Brink.

Der Weltmeister im Beachvolleyball trat in Dalaman gegen sechs Champions anderer Disziplinen an - und wurde vom Robinson-Eventmanager und "Champion-des-Jahres"-Ideengeber Jürgen Schmitz zum krassen Außenseiter abgekanzelt.

Schmitz gab vor dem Duell im heißen Sand sogar einem "Experten" das Mikrophon, der Brink keine Chance einräumte, weil die anderen "einfach besser sind".

Wetten gegen Brinks-Erfolg

Die Rückfrage des Weltranglisten-Ersten - "Worin denn?" - blieb unbeantwortet.

Stattdessen immer wieder die Aufforderung, Wetten auf das Ergebnis zu platzieren. Allerdings: Nicht alle ließen sich von Schmitz und Experten beirren: Ein Zocker verriet, dass er auf einen 21:3-Sieg Brinks getippt habe.

Doch auch er hatte seine Rechnung ohne Schmitz gemacht. Zwar enteilte Brink gleich auf 5:1, ließ sich von einem Zweierblock vom Schwimmer Paul Biedermann und Ex-Handballer Christian Schwarzer genauso wenig schocken wie von "Blackys" bis dato unbekannten Bagger-Künsten.

Mitleid für Weltmeister

Dann aber zauberte Schmitz ein Paar Flossen hervor, die sich Brink zur Gaudi der Zuschauer überstreifen musste.

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Das Blatt wendete sich, Steffi Nerius glänzte mit Schlag-Power und Spielübersicht, Zuspielerin Kati Wilhelm bewies Finesse: Zwischenstand: 7:7. Sollte nun doch das Sixpack siegen?

Nein, nun bekam Schmitz Mitleid mit dem schwer durch den Sand stapfenden Brink. Das Angebot, wieder barfüßig zu agieren, nahm dieser gerne an - die Flossen täten weh.

Schmitz gibt Bonuspunkt

Klar, sie seien auch nur noch in Schuhgröße 38 verfügbar gewesen, konterte Schmitz. Sein Einzelkämpfer zog wieder davon, schickte mit einem turmhohen Aufschlag die uneinigen Max Hoff und Ronald Rauhe zu Boden.

Schließlich wechselte Schmitz auch noch Ringer-Bundestrainer Alex Leipold ein - und forcierte ein jähes 21:13-Endresultat.

Allerdings: Bei all dem Trubel zählte er einen Punkt zu viel für die Verlierer. Und wohl nur deshalb lag ein Tipper doch exakt richtig.

Das war dann wohl die Rache des Wetter-Gotts.

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