Ihre sportliche Vielseitigkeit bewiesen bereits etliche Athleten. Sport1.de-Redakteur Wolfgang Kleine erinnert sich.

Am 4. Dezember feierte Christa Luding-Rothenburger mit ihrem Mann Ernst und den beiden Söhnen Max sowie Paul ihren 50. Geburtstag.

Sie werden fragen: Wer ist denn das? Es ist die erste Frau im internationalen Top-Sport, die Medaillen bei Olympischen Sommer- und Winterspielen gewann.

Als Christa Rothenburger holte sie sich 1988 Gold in Calgary im Eisschnelllauf über 1000 Meter und sicherte sich dann in Seoul Silber im Rad-Sprint. 1992 in Albertville folgte dann noch die Bronzemedaille im Eisschnelllauf-Sprint über 500 Meter.

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Im Rodeln und Bobfahren zeigte Susi Erdmann ihr Multitalent. Sie gewann drei WM-Titel im Rodeln (1989,1991 und 1997) und einen im Bobschlitten (2003).

Christa Rothenburger und Susi Erdmann waren sportliche Tausendsassa. Ex-Superstar Eric Heiden, der 1980 in Lake Placid fünfmal Gold im Eisschnelllauf gewann, hatte sich auch aufs Rennrad gewagt. Doch weder bei Olympia in der 4000-m-Verfolgung noch bei der Tour de France gelang dem US-Boy der große Durchbruch.

Das planen jetzt aber die deutschen Biathletinnen Magdalena Neuner und Miriam Gössner in zwei Sportarten. Sie wollen bei den Winterspielen in Vancouver im Februar 2010 Edelmetall bei den Skijägern und im Skilanglauf gewinnen.

Neuner, sechsmalige Weltmeisterin im Biathlon, soll nach dem Wunsch von Cheftrainer Jochen Behle in der deutschen Langlauf-Staffel starten und ihr zum Podestplatz verhelfen. Behle: "Mit ihren läuferischen Fähigkeiten kann sie viel bewegen."

So wie schon Miriam Gössner. Behle hatte die Junioren-Weltmeisterin im Biathlon bei der nordischen WM in Liberec für die Damen-Staffel ausgeliehen. Der Coach fürchtete eine Blamage nach den zuvor mageren Leistungen von Evi Sachenbacher und Co. eine Blamage und setzt aufs richtige Pferd.

Gössner lief in freien Stil ein Superrennen und ebnete den Weg zur Silbermedaille des DSV-Teams.

Die Vorbilder waren hier die Biathleten Lars Berger und Ole Einar Björndalen. Die beiden laufstarken Norweger trumpften auch bei den Skilangläufern groß auf.

Berger gewann bei der WM 2007 im japanischen Sapporo Gold über 15 km Freistil und dann mit der Staffel noch einmal Gold über 4x10 km.

Björndalen rannte über 30 km in Salt Lake City 2002 auf den fünften Platz und holte sich anschließend vier Goldmedaillen im Biathlon.

Am 18. November 2006 gewann er im schwedischen Gällivare das Weltcup-Rennen über 15 km im freien Stil. Björndalen war damit der erste Wintersportler überhaupt, der in zwei unterschiedlichen Sportarten Weltcup-Siege feiern konnte.

Wolfgang Kleine hatte als Journalist seine Feuertaufe bei der Fußball-WM 1974 in Deutschland. Danach wurden für ihn zahlreiche Handball-Spiele, die Berichterstattung vom Leichtathletik-Europacup 1979 und die Begleitung der Tour de France 1996 sowie 1997 unvergessliche Erlebnisse. Aber eines bleibt besonders in Erinnerung: Das Wintermärchen der Olympischen Spiele 1994 in Lillehammer.

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