Das Flugverbot macht die Stars verkehrstechnisch wieder zu Durchschnittsbürgern. Nicht alle nehmen das klaglos hin.

So richtig weiß man nun nicht, ob man darüber erschreckt sein soll oder sich amüsieren kann.

Da steigt über Island Vulkan-Asche in Mengen in die Luft, verteilt sich in großen Höhen über Europa und schon werden Überirdische auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Was sonst nur Spanien-Urlaubern mit dem kleinen Geldbeutel vorbehalten ist, dürfen jetzt auch Sport-Millionäre wie Weltfußballer Lionel Messi vom FC Barcelona "genießen": Sie fahren eine längere Strecke mit dem Bus.

Nicht erster Klasse mit Verwöhn-Programm im schnellen Flieger, sondern auf der Straße. Und das rund 1000 Kilometer lang. Wie hieß der "Kraftwerk"-Hit: "Wir fahr'n, fahr'n, fahr'n auf der Autobahn!"

So konnte der FC Barcelona zum Champions-League-Match bei Inter Mailand die Reise wegen des Flugverbots nur auf vier Rädern antreten. Dabei können die Spanier eigentlich noch froh sein, dass nicht ZSKA Moskau ins Halbfinale eingezogen ist.

[image id="53ba6f1e-65c4-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Die Profis von Hannover 96 mussten zum Bundesliga-Spiel beim FC Bayern München kurzfristig mit dem Zug anreisen. Der war so überfüllt, dass einige Spieler die Fahrt im Stehen verbracht haben. Kein Wunder, dass 96 die Partie mit 0:7 verlor.

Der norwegische Rad-Profi Kurt Asle Arvesen sorgte für die kurioseste Irrfahrt. Er landete auf einer Öl-Plattform in der Nordsee und kam da erst einmal nicht mehr weg. Er nahm's mit Humor. Nur das reichliche und fette Essen musste Arvesen erst einmal verdauen.

Was Busfahren bedeutet, musste einst auch Basketball-Megastar Michael "Air" Jordan erfahren. Bei seinem Ausflug in den Baseball landete der US-Amerikaner im Farm-Team von Birmingham.

Jordan durfte bei den Auswärtsspielen des finanziell nicht auf Rosen gebetteten Klubs die Reisen in einem eher klapprigen Bus erleben. Bei längeren Touren bekam "His Airness" Kreuzschmerzen.

Das wollte er aber nicht hinnehmen. Jordan, in Birmingham mit einem Jahresgehalt von 10.000 Dollar ausgestattet, reagierte postwendend. Er kaufte dem Klub aus seiner privaten Schatulle einen rund 500.000 Dollar teuren Luxusbus.

Von da an saß er bequem.

Wolfgang Kleine hatte als Journalist seine Feuertaufe bei der Fußball-WM 1974 in Deutschland. Danach wurden für ihn zahlreiche Handball-Spiele, die Berichterstattung vom Leichtathletik-Europacup 1979 und die Begleitung der Tour de France 1996 sowie 1997 unvergessliche Erlebnisse. Aber eines bleibt besonders in Erinnerung: Das Wintermärchen der Olympischen Spiele 1994 in Lillehammer.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel