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Britta Heidemann gewann bei Olympia 2004 Silber mit der Degen-Mannschaft © imago

Britta Heidemann wird den Makel der ewigen DM-Zweiten nicht los: Im Finale kassiert sie eine Niederlage gegen Imke Duplitzer.

Tauberbischofsheim - Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin - aber noch nie Deutsche Meisterin: Vorzeigefechterin Britta Heidemann scheitert wie die Fußballer ihres Vereins Bayer Leverkusen national immer wieder an der letzten Hürde.

Die Weltranglistenerste verlor das Finale der Degen-Meisterschaften in Tauberbischofsheim am Wochenende 10:15 gegen Imke Duplitzer (Bonn).

Die Europameisterin von 1999 hat zwar international im Vergleich mit Heidemann bescheiden abgeschnitten, holte aber bereits zum achten Mal den Titel.

Bei den Herren gewann Martin Schmitt (Tauberbischofsheim).

Anspielungen auf Leverkusen

Heidemann wurmt das Image der "ewigen DM-Zweiten" langsam. "Es ist doof, dass es nicht auch mal Gold wird", sagte die 27-Jährige.

"Das ist ein Titel, den ich auf jeden Fall noch gewinnen will. Den Spruch mit Vizekusen habe ich auch schon häufig gehört. Aber ich habe dreimal bei großen Ereignissen die Nationalhymne singen dürfen - das ist, was zählt. Es wird irgendwann auch noch mit dem DM-Titel klappen."

EM in Deutschland

Für Heidemann stehen drei Finalniederlagen zu Buche, einmal war sie Dritte, zweimal Fünfte, 2009 Siebte. Selbst im Juniorenbereich hat es nie zum Meistertitel gereicht, lediglich 2008 gewann sie mit der Mannschaft.

"Vielleicht liegt es daran, dass für mich gerade eher Saisonpause ist, die großen Turniere kommen noch", sagte Heidemann.

Im Juli steht die EM in Leipzig auf dem Programm, im November folgt die WM in Paris.

Duplitzer locker ins Finale

Die frühere WM-Zweite Duplitzer dagegen nahm ihren Titelgewinn mit der Routine der Seriensiegerin hin. `Natürlich gehst du mit Titel Nummer acht anders als mit dem ersten um. Dennoch ist es cool zu gewinnen", sagte die 34-Jährige nach dem Sieg über ihre Nationalmannschaftskollegin.

Im Halbfinale hatte Duplitzer Monika Sozanska (Heidenheim) locker 15:8 bezwungen - Heidemann dagegen hatte beim 11:10 gegen Beate Christmann (Tauberbischofsheim) schon erhebliche Probleme.

Schmitt schaltet Titelverteidiger aus

Bei den Herren stand Schmitt ganz oben. Durch einen 15:13-Finalsieg über Christoph Kneip (Leverkusen) sicherte sich der Lokalmatador seinen zweiten Einzeltitel nach 2006. Im Halbfinale hatte er Titelverteidiger Jörg Fiedler mit 15:14 ausgeschaltet.

"Ich wollte unbedingt gewinnen", sagte der 29-jährige Schmitt, "ich habe mich diesmal auf meine Gegner einstellen können und bin froh, es geschafft zu haben."

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