vergrößernverkleinern
Die deutschen Damen starten erfolgreich bei der Fecht-WM in Kasan
Imke Duplitzer gewann bei Olympia 2004 Silber mit dem Degen-Team © getty

Imke Duplitzer wirft bei der EM in Leipzig erst Top-Favoritin Britta Heidemann raus und holt sich dann den zweiten Karriere-Titel.

Köln - Die beiden Olympiasieger Britta Heidemann (Degen) und Benjamin Kleibrink (Florett) sind bei der Heim-EM in Leipzig früh gescheitert, Heidemann-Bezwingerin Imke Duplitzer hat dagegen mit ihrem zweiten EM-Titel dem Deutschen Fechter-Bund die erste Goldmedaille beschert.

Im Finale bezwang die deutsche Degen-Meisterin die Polin Magdalena Piekarska nach anfänglichen Problemen am Ende souverän mit 15:10 und feierte nach 1999 ihren zweiten Triumph bei einer EM.

Es ist der zweite Einzeltitel für Duplitzer in ihrer Karriere.

Knapper Erfolg gegen Heidemann

"Es hat jetzt elf Jahre bis zum zweiten Titel gedauert, ich hoffe nicht, dass es nochmal so lange dauert. Das mach ich nicht mehr mit", sagte die 34-Jährige.

"Ich habe im Finale etwas gebraucht, um reinzukommen, aber am Ende hatte ich wohl mehr Kraft", erklärt sie, was letztlich den Ausschlag gab.

Die nach dem Finale von den über 2000 Zuschauern mit Sprechchören gefeierte Fechterin aus Bonn hatte in der Runde der letzten 32 gegen die Titelverteidigerin und Weltranglistenerste Heidemann aus Leverkusen mit 8:7 im Sudden Death gewonnen und auch danach ihre Chancen eiskalt ausgenutzt.

Duplitzer wird zur Angstgegnerin

Nach den Siegen im Viertelfinale gegen Jana Schemjakina (Ukraine/15:13) und die Israelin Noam Mills (15:8) im Halbfinale zog sie ins Finalgefecht ein.

Für das erste deutsche Edelmetall hatte am Samstag Weltmeister Nicolas Limbach mit seinem zweiten Platz im Herrensäbel gesorgt.

Bereits im Finale der nationalen Meisterschaften in diesem Jahr hatte Duplitzer die Oberhand behalten und den ersten DM-Titel der Goldmedaillengewinnerin von Peking verhindert.

Kleibrink und Joppich scheitern früh

Der Tauberbischofsheimer Kleibrink, der nach seinem Olympiassieg eine knapp neunmonatige Auszeit vom Fechtsport genommen hatte, unterlag in der Runde der letzten 32 dem Italiener Valerio Aspromonte 14:15.

Ganz ohne Einzelmedaille blieben die Florettfechter.

Auch der dreimalige Weltmeister Peter Joppich, der Vorjahresdritte Andre Weßels und Sebastian Bachmann waren früh gescheitert.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel