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Sybille Klemm holte die dritte EM-Medaille für den DFeB in Leipzig © imago

Die deutsche Säbelfechterin muss sich erst im Halbfinale der Fecht-EM in Leipzig geschlagen geben. Die Herren gehen leer aus.

Leipzig - Die mitfavorisierten deutschen Degen-Herren gingen unerwartet leer aus, doch Säbelfechterin Sibylle Klemm sprang mit Überraschungsbronze in die Bresche.

Im Viertelfinale der Heim-EM in Leipzig entthronte die Tauberbischofsheimerin die Europameisterin Olga Charlan aus der Ukraine sich damit den dritten Platz gesichert.

Im Halbfinale war dann aber Endstation, Klemm unterlag der Weltranglistenvierten Sophia Welikaja aus Russland mit 10:15. Den EM-Titel gewann die Russin Swetlana Kormilizyna durch ein 15:13 gegen ihre Landsfrau Welikaja.

Kasper begeistert

"Sibylle hat ein super Turnier gefochten, es war am Ende sogar ein bisschen ärgerlich, weil sie auch Chancen hatte zu gewinnen", sagte Säbel-Bundestrainer Eero Lehmann, bei dem die Freude aber überwog:

"Das ist ihr größter Erfolg und auch für das Damensäbel insgesamt war es eine super Sache."

Sportdirektor Manfred Kaspar hatte bereits vor dem Halbfinale eine positive Bilanz gezogen.

"Wenn man so aufgestellt ist wie wir, können halt auch andere mal eine Medaille holen", sagte er über die dritte Medaille für die deutschen Athleten in Leipzig und fügte an: "Ich bin begeistert."

Duplitzer holt Gold

Am Samstag hatte Nicolas Limbach mit Silber im Herrensäbel für das erste deutsche Edelmetall gesorgt. Imke Duplitzer gewann am Sonntag im Damendegen die erste Goldmedaille für Deutschland.

Die Weltranglisten-74. Klemm hatte sich mit Siegen über Sandra Marcos (Spanien/15:14) und Reka Peto (Ungarn/15:12) ins Viertelfinale vorgekämpft.

Davina Hirzmann, Stefanie Kubissa und Anja Musch waren im Hauptfeld ausgeschieden.

Herren enttäuschen

Enttäuschung herrschte dagegen bei den Degen-Herren um den Weltranglistenzweiten Jörg Fiedler.

Der 32-Jährige musste seinen Traum von einer Medaille in seiner Geburtsstadt nach der 7:10-Niederlage gegen den ehemaligen Weltranglistenersten Gabor Boczko aus Ungarn in der Runde der letzten 64 begraben.

"Ich bin zwar bekannt dafür, dass ich mir selbst viel Druck mache, aber darauf möchte ich es diesmal nicht schieben", sagte Fiedler nach dem Gefecht:

"Während man ficht, darf man nicht darüber nachdenken, wo man ist. Wenn man gewinnt, kann man sich danach mehr freuen, und wenn man verliert, ärgert man sich abends eben mehr."

Armverletzung stoppt Schmid

Das Aufbrechen seiner langwierigen Armverletzung machte bei Sven Schmid eine erfolgreiche Verteidigung des 2009 gewonnenen EM-Titels zunichte.

Er verlor in der Setzrunde alle seine fünf Gefechte und schied aus. "Als es hart auf hart ging, sind die Schmerzen wieder aufgetaucht.

Die Ärzte wissen aber noch nicht, was es diesmal genau ist", erklärte Degen-Bundestrainer Didier Ollagnon.

In der Runde der letzten 32 schieden die beiden letzten deutschen Teilnehmer aus. Christoph Kneip verlor gegen den Polen Radoslaw Zawrotniak, Martin Schmitt unterlag dem Esten Nikolai Novosjolov.

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