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Die Berlin Adler gewannen sechs Mal die Deutsche Meisterschaft © SPORT1

Die Berlin Adler schieben Kiel vor dem German Bowl die Favoritenrolle zu. Der Kieler Coach will ein Gesetz widerlegen.

München/Frankfurt - Nach zwei verlorenen Endspielen in Folge wollen sich die Kiel Baltic Hurricanes am Samstag (ab 18.15 Uhr LIVE im TV) in Franfurt/Main ihre erste deutsche Football-Meisterschaft sichern.

Gegner im 32. German Bowl ist Titelverteidiger Berlin Adler, der die Kieler im letztjährigen Endspiel 28:21 bezwungen hatte und bereits sechsmal im Endspiel der German Football League (GFL) triumphierte.

Berlin war durch einen 17:6-Erfolg über die Marburg Mercenaries ins Finale vorgedrungen, Kiel besiegte im Halbfinale die Dresden Monarchs mit 14:0.

Kiel will die Revanche

"Wir wollen Revanche und werden den German Bowl gewinnen", sagt Hurricanes-Head-Coach Patrick Esume.

Kiels Geschäftsführer Gunnar Peter ergänzt: "Wir haben enormen Druck, weil in unserer Region fast jeder den Titel von uns erwartet. Das ist schon nicht ohne. Aber wir wollen ja auch endlich gewinnen, nachdem wir zuletzt zweimal mit leeren Händen vom Feld gehen mussten."

Im bisherigen Saisonverlauf präsentierten sich die Hurricanes als geschlossene Einheit und konnten trotz des Trainerwechsels von Kent Anderson zu Esume schnell an ihr Leistungsniveau der Vorjahre anknüpfen.

Baltic Hurricanes sind Favorit

"Die Kieler sind für mich der klare Favorit", sagt selbst Berlins Offensive-Line-Spieler Andre Mathes, dessen Team in dieser Spielzeit schon den Eurobowl gewann und aufgrund der Mehrfach-Belastung zuletzt zunehmend mit schwindenden Kräften zu kämpfen hatte.

Trainer Shuan Fatah pflichtet seinem Spieler bei: "Wir sind zwar Titelverteidiger, aber wir haben überhaupt keinen Druck. Wir haben unser Saisonziel schon erreicht, in dem wir den Eurobowl gewonnen haben. Alles, was jetzt noch kommt, ist eine Zugabe. Drei Titel in zwei Jahren wären natürlich ein Traum, aber wir können frei aufspielen."

Enge Kisten in der Regular Season

Die beiden Vergleiche in der regulären Spielzeit gingen an die Kieler. auch wenn beide Partien äußerst knapp ausgingen, wie sich Berlins Coach Fatah erinnert.

"In Berlin haben wir 7:14 verloren, standen aber kurz vor Ende noch an der gegnerischen Endzone. Das hätte auch anders ausgehen können. Wenn wir es schaffen, die Fehler zu minimieren, können wir die beiden Niederlagen sicherlich vergessen machen."

Esume will ungeschriebenes Gesetz widerlegen

Trotz der beiden Erfolge geht Kiels Trainer sehr bedacht in die Partie und das hat einen Grund: "Überheblichkeit gibt es nicht, zumal ein ungeschriebenes Gesetz im Football lautet, dass es fast unmöglich ist, ein Team drei Mal in einer Saison zu schlagen", sagt Esume.

"Aber wir werden alles dafür geben, dies zu widerlegen. Und doch, die Berliner sind Titelträger und damit immer noch leichter Favorit."

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