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Jörg Fiedler (r.) gewann 2004 in Athen Olympia-Bronze in der Mannschaft © imago

Für Jörg Fiedler und Co. kommt zum WM-Abschluss das Aus im Viertelfinale. Der Verband findet das Abschneiden dennoch "würdig".

Paris - Kein Edelmetall zum Abschluss: Die deutschen Degen-Herren haben am letzten Wettkampftag der Fecht-WM in Paris die deutsche Bilanz von einmal Gold und zweimal Silber nicht weiter aufpolieren können.

Das Tauberbischofsheimer Trio Jörg Fiedler, Sven Schmid und Martin Schmitt sowie der Leverkusener Christoph Kneip verloren im Viertelfinale gegen Ungarn 37:45 und belegten am Ende nach Siegen gegen Südkorea und die Ukraine den fünften Platz.

"Gegen Ungarn kann man verlieren, aber nicht so", sagte Bundestrainer Didier Ollagnon: "Es haben Sicherheit, Selbstbewusstsein, aber auch die Arroganz gefehlt. Wir haben die Möglichkeiten, rufen sie aber nicht ab." Sieger wurde zum fünften Mal in Folge Frankreich.

Damit bleiben Florett-Weltmeister Peter Joppich sowie Säbelspezialist Nicolas Limbach und die deutschen Degendamen die einzigen deutschen Edelmetallgewinner bei den Titelkämpfen in der französischen Hauptstadt.

Würdig, nicht grandios

"Wir haben zu diesem wundervollen Ambiente mit einem würdigen Ergebnis beigetragen", sagte Sportdirektor Manfred Kaspar, schränkte aber ein: "Grandios ist es nicht."

Im Vergleich zum Vorjahr ging die Medaillenausbeute zurück. Damals waren die Deutschen mit einmal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze drittbeste Fechtnation. Diesmal rutschten sie um einen Platz ab.

Am Abschlusstag der WM im ehrwürdigen Grand Palais, an dem die Zuschauer in Erwartung des zweiten WM-Titels für die Gastgeber bereits um halb acht am Eingang des historischen Bauwerks Schlange standen, wurde es für die deutschen Degen-Herren nichts mit der ersten Mannschaftsmedaille seit der Heim-WM 2005 in Leipzig.

Ungarn zu stark

Wie bereits im Vorjahr bei der WM in Antalya, als am Ende Platz vier zu Buche stand, war Vize-Weltmeister Ungarn zu stark für die Deutschen.

Zwar hielten die Deutschen zu Beginn noch einigermaßen mit, doch nachdem Kneip in seinem Teilgefecht ein 2:7 kassierte, war die Begegnung zugunsten der Ungarn fast schon entschieden.

2009 war das Quartett im Halbfinale gegen den späteren Vize-Weltmeister ausgeschieden und hatte damals nach einer 22:23-Niederlage gegen Polen Bronze nur knapp verpasst.

Klare Siege zu Beginn

Die Degenherren hatten in ihrem ersten Gefecht Australien mit 45: 25 besiegt, danach folgte ein klares 45:35 gegen die Niederlande.

Im Einzelwettbewerb hatte Schmitt als bester Deutscher mit seinem Aus im Viertelfinale eine Medaille knapp verpasst.

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