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Keine Angst: Bayern-Torjäger Mario Gomez wird das Kind nicht durch die Luft werfen © imago

Ein kinderfeindlicher Rekordmeister oder eine Reminiszenz an Andi Möller. Stilblüten sorgten auch 2010 wieder für Gelächter.

München - Gleich mal vorneweg: Die SPORT1-Redaktion will mit diesem Text keinesfalls einen überheblichen Eindruck erwecken.

Denn Überheblichkeit stünde uns nicht gut zu Gesicht.

User "Wolf 21" bringt es mit seiner Weisheit auf den Punkt:

"Arroganz ist die Perücke geistiger Kahlheit".

Und geistig kahl wollen wir nun wirklich nicht erscheinen.

Deshalb an dieser Stelle der Hinweis: Auch wir sind nicht vor Fehlern gefeit. (Wählen Sie Ihren Sportler des Jahres!)

Da kann es dann schon mal in einem Artikel passieren, dass sich ein Team kurz vor der Führung in die Pause schießt.

Solche Fehler sorgen in der Redaktion durchaus für Lacher - wenn sie nicht allzu häufig vorkommen.

Doch auch die SPORT1-User erheitern uns in ihren Kommentaren mit der ein oder anderen Stilblüte.

Vor allem bei der Verwendung von Redensarten vergreift sich der ein oder andere User gerne mal im Wortschatz.

Hier einige Beispiele.

"Klar ist dieser Vorfall nicht zu begrüßen und grausam. Dennoch kann man einen solchen Vorfall in einer Krisenregion nicht gleich mit allen afrikanischen Ländern unter einen Kamm scheren."

(zum Terroranschlag auf Togos Mannschaftsbus vor dem Afrika-Cup. Der Überfall forderte ein Todesopfer)

"Also ich bin auch Bayernfan und halte international zu allen deutschen Teams! Und dieses ständige Anti-Bayern-Ding nervt mich auch tierisch! Aber wenn der RUPRECHT halt Lyon-Fan ist, dann ist doch klar das er sich über den Ausfall der Innenverteidiger der Bayern freut! Also ich kann ihm das nicht wirklich verübeln.. Aber egal, Bayern wird das Kind schon über den Berg werfen."

(User vor dem Champions-League Halbfinale zwischen dem FC Bayern und Olympique Lyon)

?"Leute, lasst die Kuh mal im Dorf. Es kommt nicht auf den Torwart an, sondern auf das Mittelfeld und den Sturm."

(Zur Diskussion um die Nummer eins in der Nationalmannschaft)

"Wer außer Bayern ist das neun plus ultra im deutschen Fußball? Wer vertritt uns denn international und ist regelmäßig unter den besten Acht. Außerdem gehört glaube ich Leverkusen nicht zur internationalen Spitze. Dass Leverkusen über seine Verhältnisse spielt ist doch klar."

(Bayern-Fan, der sich gegen Kritik an seinem Lieblingsverein wehrt)

"Suppe ausbaden"

Doch auch Fußballer liegen bei Redensarten ab und zu daneben. So ärgerte sich Daniel Bierofka nach dem Zwei-Punkte-Abzug für 1860 München: "Wir müssen die Suppe jetzt ausbaden".

Wobei wir natürlich nicht wissen, was der "Löwen"-Spieler im Normalfall in seine Badewanne einfüllt.

"Dr. Stealhammer"

Auch mit Spitznamen für Sportler sollte man als Redakteur vorsichtig sein. Sonst wird durch einen Buchstabenaustausch aus einem Schwergewichts-Weltmeister plötzlich ein Dieb.

Geschehen beim Sportinformationsdienst (sid), der Wladimir Klitschko als "Dr. Stealhammer" bezeichnete.

"Klitschko, du hast den Hammer gestohlen", wird wohl bald ein Kinderlied lauten.

Neutrale Anallüse?

Mangelnde Rechtschreibkenntnisse können ein Wort auch gleich in ein anderes Licht rücken.

Dabei hat eine Analyse eigentlich nichts mit dem menschlichen Hinterteil zu tun. Was ein SPORT1-User offenbar nicht wusste. Denn er schrieb:

"Klar bin ich Schalke-Fan, aber eine blau-weiße Brille trage ich nicht. Versucht mal alle die Szene neutral zu anallüsieren, da kommen dann schon Fragen auf."

(zur Verletzung von Borussia Dortmunds Mats Hummels, der sich beim Revierderby nach einem Zweikampf mit Schalkes Kevin Kuranyi und anschließendem Zusammenprall mit BVB-Keeper Roman Weidenfeller einen Kieferbruch zuzog).

Alster oder Elster?

Auch mit den Geografie-Kenntnissen ist es nicht immer zum Besten bestellt.

Einem User war zum Beispiel nicht bekannt, welcher Fluß durch Hamburg fließt.

Er forderte: "Jogi, tu uns und der Welt einen Gefallen und tritt endlich zurück. Vielleicht sind ja dann die Hamburger so blöd, und holen dich an die Elster. Dann können sie nächste Saison der Hertha in die Zweite Liga folgen.

Bundestrainer Joachim Löw verlängerte übrigens nach der WM in Südafrika seinen Vertrag mit dem DFB. Weder die Alster noch die Elster schienen ihn gereizt zu haben.

Mailand oder Madrid?

Doch auch Journalistenkollegen zeigten Schwächen beim Geographiewissen.

Oder wollte ein ZDF-Reporter nur in die Fußstapfen von Andreas Möller treten? Er fragte Bayern-Verteidiger Philipp Lahm vor dem Champions-League-Endspiel:

"Glauben Sie, dass Madrid stärker sein wird als Bremen?"

Lahm sorgte wenigstens gleich für Aufklärung: "Wir spielen gegen Mailand, nicht gegen Madrid."

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